Die Mission zur Beförderung einer neuen Besatzung zur Internationalen Raumstation ist auf neue unvorhergesehene Schwierigkeiten gestoßen. Getreu ihrer unglücklichen 13. Nummer steht die Mission Crew-13 unter keinem guten Stern: Zuvor war an der SpaceX-Kapsel Dragon ein Oxidatorleck festgestellt worden, was den Start verzögerte, und nun ist auf der Station selbst der Transporter des Roboterarms Canadarm2 stecken geblieben.

Transporterprobleme und Andockgefahr

Die NASA bemüht sich um Beruhigung und betont, dass der Manipulator selbst intakt sei und derzeit für die Inspektion des abfliegenden Raumschiffs Crew-12 eingesetzt werde. Dennoch verhindert der blockierte Transporter, der den Roboterarm entlang des Gittermastens der Station bewegt, das Wegfahren in eine sichere Position. Diese aktuelle Position könnte GPS-Systeme stören und eine reale Bedrohung für das Andocksystem der ankommenden Dragon Crew-13 darstellen.

Geschichte und Rolle des Canadarm2-Arms

Der von der kanadischen Weltraumagentur und MDA Space entwickelte, 17,6 Meter lange und rund zwei Tonnen schwere Roboterarm wurde bereits 2001 in die Umlaufkugel gebracht. Dank Greifmechanismen an beiden Enden wurde Canadarm2 jahrzehntelang für den Stationsaufbau, Wartungsarbeiten und das Einfangen von Frachtern wie Cygnus genutzt. Ursprünglich für 15 Jahre ausgelegt, ist er nun schon seit 25 Jahren im Einsatz.

Zukunft der Raumstation im Fokus

Die Störung des Transporters trat am vergangenen Sonntag auf, und Experten können noch nicht sagen, ob es sich um ein Software- oder Hardwareproblem handelt. Die Zeit drängt, denn ohne einen funktionierenden Roboterarm sind Frachtermissionen und der langfristige Betrieb der ISS stark gefährdet, was die Diskussionen über die Zukunft des Außenpostens neu entfacht.