Der Herbst 2026 bietet eine breite Palette an Jackenmodellen, doch nicht jedes einzelne davon übersteht mehr als eine Saison. Die Stylistin Jana Markowskaja hat in einem Instagram-Video, auf das das Projekt Styler (RBC-Ukraine) aufmerksam machte, fünf aktuelle Schnitte im Detail analysiert und sie in zwei Kategorien eingeteilt: effektvolle, aber „saisonale“ Stücke und solche, die zu einer echten Investition in den Kleiderschrank werden können. Ihren Worten zufolge ist das entscheidende Kriterium nicht nur die Silhouette, sondern auch das Material sowie die Frage, wie stark ein Modell an einen bestimmten Trend-Narrativ gebunden ist.

Drapierte Jacken: Extravaganz für eine Saison

Die erste Variante, die die Stylistin allen empfiehlt, die ihrem Look eine modische Portion Mut verleihen möchten, sind Jacken mit Drapierungen, weichen Falten und markanter Volumenwirkung. Markowskaja zufolge ersetzt dieses Modell hervorragend die langweilig gewordenen Lederjacken und verleiht dem Look Raffinesse: Selbst in Kombination mit den schlichtesten Jeans wird die Jacke zum Hauptakzent. Allerdings betont die Stylistin, dass es sich eher um einen Trend für Experimentierfreudige handelt. Aufgrund der spezifischen Schnittführung und der hohen Wiedererkennbarkeit wird ein solches Stück kaum viele Jahre lang aktuell bleiben – seine Rolle im Kleiderschrank ist auf ein bis zwei Saisons begrenzt.

Usaree-Jacke und Trommlerjacke: Charakter mit Einschränkungen

Ein weiteres Modell, das den gewohnten Look schnell verändern kann, ist die kurze Usaree-Jacke, die an eine Trommlerjacke erinnert. Man erkennt sie an der kurzen Schnittführung, dem Stehkragen und zwei Reihen auffälliger Knöpfe, die auf den Fotos der Styler-Auswahl in Goldtönen ausgeführt sind. Dieses Detail verleiht selbst einem schlichten Basic-Kleid, einem T-Shirt oder Jeans sofort Charakter. Allerdings sollte man mit diesem Trend vorsichtig sein: Er ist sehr wiedererkennbar und „liest sich“ als Anspielung auf eine konkrete Stilrichtung, weshalb eine solche Jacke bereits in der nächsten Saison weniger aktuell wirken könnte.

Karierte Regenjacken und leichte Jacken: der praktische Kompromiss

Für alle, die eine praktikablere Lösung suchen, rät die Stylistin, einen Blick auf leichte Jacken und Regenjacken im Karomuster zu werfen. Das gemütliche Muster verleihe dem Look, so Markowskaja, eine entspannte, urbane Note und helfe, einfarbige Outfits zu variieren. Eine solche Jacke funktioniert gut im Alltagskleiderschrank und erfordert keine aufwendigen Stil-Lösungen – es genügt, sie mit Basic-Hosen oder einem Kleid zu kombinieren. Das ist ein gelungener Kompromiss für alle, die modisch aussehen möchten, aber nicht bereit sind, Stücke ausschließlich für eine Saison zu kaufen.

Tracksuit-Jacke im Sporty-Chic-Stil: der sichere Kauf

Die gewöhnliche Jacke mit Reißverschluss, auch Tracksuit-Jacke genannt, ist längst nicht mehr ausschließlich ein Sportstück. In der Saison Herbst 2026 kann man sie getrost nicht nur zu Sneakern und Leggings tragen, sondern auch mit eleganteren Elementen des Kleiderschanks kombinieren. Jana Markowskaja rät, die Tracksuit-Jacke zu klassischen weiten Hosen, Midi-Röcken und sogar zu schlichten Absätzen zu stylen. Genau dieses Spiel mit Kontrasten macht das Sportstück interessant. Und da der Sporty-Chic-Stil bereits seit mehreren Saisons aktuell bleibt, kann die Tracksuit-Jacke zu einem durchaus sicheren Kauf für den Kleiderschrank werden, der in den kommenden Jahren an Relevanz nicht verliert.

Veloursledertasche: der absolute Favorit der Stylistin

Der absolute Favorit der Stylistin ist die leichte Jacke aus Veloursleder – und hier handelt es sich um einen Fall, in dem der Kauf deutlich länger als eine Modесaison aktuell bleiben kann. Veloursleder gehört zu den Materialien, die mit der Zeit nicht zwangsläufig an Attraktivität verlieren: Der natürliche Verschleiß und die charakteristische Textur machen das Stück noch interessanter. Eine solche Jacke lässt sich leicht in verschiedene Stile integrieren – zu Jeans und T-Shirt, weiten Hosen, Kleidern oder Röcken. Wer eine qualitativ hochwertige Jacke kaufen möchte, die im nächsten Jahr nicht langweilig wird, für den ist die Velourslederjacke, so Markowskaja, eine der zuverlässigsten Optionen.

Rosig-rosa Farbton und die Rolle der Textur

Gesondert lenkt die Stylistin den Blick auf einen Farbton, der dem Look besondere Edelmütigkeit verleiht – das rosig-rosa. Doch hier kommt es nicht nur auf die Farbe, sondern auch auf das Material an. Damit der Farbton nicht zu schlicht oder kindlich wirkt, rät Jana Markowskaja, ihn in komplexen Texturen zu wählen: strukturiertes Leder, Satin, Tweed oder ein anderes Material mit ausgeprägter Textur. Die Kombination aus zartem Rosa und komplexer Textur mache das Stück, so die Stylistin, optisch teurer und edler. Auf diese Weise verwandelt gerade die Arbeit mit der Textur einen potenziell „einfachen“ Farbton in einen wirklich raffinierten Akzent des Looks.

Zusammenfassend bietet die Stylistin eine klare Orientierung durch die Trends: Wer einfach nur mit der Mode experimentieren möchte, sollte Modelle mit Drapierungen oder Usaree-Jacken in Betracht ziehen – sie helfen, den Kleiderschrank aufzufrischen, werden aber kaum zu Stücken für viele Jahre. Für einen praktikableren Kauf lohnt sich ein Blick auf die karierte Jacke oder die sportliche Tracksuit-Jacke. Und wenn eine echte langfristige Investition in den Kleiderschrank gesucht ist, rät die Stylistin eindeutig zur Velourslederjacke. Und in jedem Fall sollte man die Texturen nicht vergessen: Gerade sie sind in der Lage, selbst den zartesten Farbton in ein wahrhaft raffiniertes Stilelement zu verwandeln.