Am 11. August 2026 ereignete sich auf dem endlosen Salzsee von Bonneville in den USA ein Ereignis, das für immer in die Geschichte des Motorsports und des Ingenieurwesens eingehen wird. Das britische Experimentalfahrzeug JCB Hydromax, gelenkt vom legendären Andy Green, stellte einen neuen Weltrekord für Fahrzeuge mit Wasserstoff-Verbrennungsmotor auf. Der Wert belief sich auf beachtliche 406,320 Meilen pro Stunde (654 km/h). Diese Leistung aktualisierte nicht nur die Statistiken, sondern war auch ein starker Beweis für die Lebensfähigkeit von Wasserstofftechnologien unter extremen Bedingungen.

Historischer Durchbruch: Von 2004 bis 2026

Der von der Fédération Internationale de l'Automobile (FIA) festgestellte Rekord war das Ergebnis jahrelanger Arbeit. Das vorherige Ergebnis für Wasserstoff-Verbrennungsmotoren betrug 298,5 km/h und wurde mehr als zwei Jahrzehnte lang gehalten – seit 2004. Der JCB Hydromax verdoppelte diesen Wert nicht nur, sondern übertraf auch deutlich die Marke von 303 Meilen pro Stunde (487,6 km/h), die zuvor von einem Wasserstofffahrzeug mit Brennstoffzellen erreicht worden war. Dies war der erste Fall, in dem ein Wasserstoff-Verbrennungsmotor eine solche Dominanz gegenüber alternativen Systemen im Wettlauf um Geschwindigkeit demonstrierte.

Technologie: Serienmotoren im Rekordfahrzeug

Ein Schlüsselmerkmal des Projekts ist die Verwendung nicht experimenteller Prototypen, sondern angepasster Serienmotoren. Der 32 Fuß (9,75 Meter) lange Rennwagen ist mit zwei Motoren ausgestattet, die insgesamt 1660 PS leisten. Dies sind dieselben Motoren, die JCB im Rahmen eines umfassenden Wasserstoffprogramms im Wert von 100 Millionen Pfund Sterling in seine Bagger und Baumaschinen einbaut. Lord Anthony Bamford, der Vorsitzende des JCB-Aufsichtsrats, der das Projekt initiierte, betonte: „Der Rekord wurde mit Serienmotoren aufgestellt – denselben, die derzeit Bagger von JCB antreiben. Das ist der Sinn von Hydromax: Wasserstoff funktioniert, funktioniert heute, auf höchstem Niveau, mit null Emissionen“.

Die Legende am Steuer: Andy Green wieder an der Spitze

Am Steuer des Hydromax saß Andy Green – der einzige Mensch in der Geschichte, der die Schallmauer an Land durchbrochen hat (1997 mit dem Thrust SSC). Für ihn war dieser Rekord eine logische Fortsetzung seiner Karriere und fügte seiner Liste der Erfolge eine Leistung mit alternativen Kraftstoffen hinzu. „Dies ist ein historischer Meilenstein für den Motorsport, der zeigt, wie Innovation, Leistung, Geschwindigkeit und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können“, erklärte Green nach dem Lauf. FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem bewertete das Ergebnis ebenfalls hoch und nannte es einen wichtigen Schritt für die Zukunft der nachhaltigen Mobilität.

Widersprüchliche Daten

Obwohl der Hauptrekord (654 km/h) von der FIA bestätigt und von allen Quellen übereinstimmend angegeben wird, gibt es geringfügige Abweichungen in den von verschiedenen Medien zitierten Zahlen. Während britische Veröffentlichungen (Autocar, The Construction Index) und die offizielle Erklärung von JCB die Geschwindigkeit mit 406,320 Meilen pro Stunde (654 km/h) angeben, nennen eine Reihe internationaler Quellen, einschließlich des Portals AutoIndustriya, die Zahl 653,90 km/h. Der Unterschied von 100 Metern pro Stunde ist wahrscheinlich auf Rundungen bei der Umrechnung von Meilen in Kilometer oder die Verwendung von Daten unterschiedlicher Telemetriesensoren zurückzuführen, beeinträchtigt jedoch nicht den Status des Rekords, der als absolut anerkannt ist.

Die Zukunft der Wasserstoffenergie

Der Erfolg auf dem Salzsee von Bonneville wurde zum Katalysator für weitere Investitionen. JCB kündigte an, dass der Rekord der offiziellen Ankündigung der Errichtung eines neuen Produktionskomplexes für Wasserstofftechnologien vorausgeht. Dies bestätigt die Strategie des Unternehmens, von Demonstrationsprojekten zur breiten Einführung von Wasserstofflösungen in der Schwerindustrie und im Transportwesen überzugehen, und beweist, dass „grüne“ Energie extremen Belastungen standhalten kann.