Der bekannte ehemalige ukrainische Fußballspieler und Trainer Jözsef Szabó sieht sich mit einem unerwarteten Boykott seitens der Massenmedien des Nachbarlandes Ungarn konfrontiert. Nach Angaben des Fachmanns haben ungarische Journalisten, die sich früher regelmäßig wegen Expertenmeinungen, Kommentaren und Spielprognosen an ihn gewandt hatten, jeglichen Kontakt vollständig eingestellt.
Gründe für den Medienboykott
Die Situation in der Medienlandschaft änderte sich drastisch, nachdem Jözsef Szabó sich offen und scharf gegen die politische Führung Ungarns ausgesprochen hatte. Der Trainer verschwieg nicht seine negative Haltung gegenüber Ministerpräsident Viktor Orbán, was eine unmittelbare Reaktion ausländischer Journalisten hervorrief. Wie der Veteran des ukrainischen Sports selbst anmerkte, hörten die Anrufe aus Budapest nach seinen kritischen Äußerungen ein für alle Mal auf.Bewertung der politischen Veränderungen
Darüber hinaus ging Jözsef Szabó in seinem Interview auf das Thema allgemeiner Veränderungen in der ungarischen Politik ein und kommentierte unter anderem die Position von Péter Magyar. Nach Ansicht des erfahrenen Trainers vermag ein bloßer Wechsel politischer Köpfe an der Staatsspitze den inneren und äußeren Vektor des Landes nicht grundlegend zu verändern. Szabó äußerte sich skeptisch und wies darauf hin, dass auch neue Oppositionsführer versteckte oder offene Sympathien für die russische Führung zeigen.
Reaktion der Sportgemeinschaft
Solche Äußerungen des ukrainischen Fachmanns unterstreichen einmal mehr die enge Verbindung zwischen modernem Spitzensport und großer Geopolitik. Jözsef Szabó, der im Fußballmilieu hohes Ansehen genießt, scheut sich nicht, seine zivile Haltung offen zu äußern, ungeachtet unvermeidlicher Reputationsverluste und des Verlusts von Kontakten zu ausländischen Medienkollegen.