Am 20. Oktober 2026 hat eine russische Kampfdrohne einen Angriff auf den Hypermarkt „Epizentrum“ in der Stadt Perwomajsk in der Oblast Mykolajiw verübt. Dies teilte der Leiter der staatlichen Bezirksverwaltung von Perwomajsk, Serhij Sakowskyj, auf seinem Telegram-Kanal mit. Seinen Angaben zufolge wurde der Angriff um 18:31 Uhr registriert. Am Ort des Geschehens wurden erhebliche Zerstörungen festgestellt: Auf dem angrenzenden Gelände und im Inneren des Gebäudes wurden Trümmerteile, beschädigte Wärmedämmplatten und deformierte Dachelemente gefunden.

Details des Angriffs und Quellenbestätigung

Laut Sakowskyjs Erklärung wurde für den Angriff auf das Objekt ein Kampfdrohnenmodell verwendet. Konkrete Details zum Typ der Drohne, zur Flugbahn und zur Art der Schäden wurden im ersten Bericht nicht genannt. Die Information über den Vorfall wurde auf dem Telegram-Kanal des Leiters der Bezirksverwaltung veröffentlicht und von ukrainischen Nachrichtenportalen, darunter RBC-Ukraine, schnell aufgegriffen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Materials lagen keine offiziellen Daten über Opfer unter den Besuchern oder dem Personal des Hypermarkts vor.

Serie von Angriffen auf Epizentrum-Objekte

Der Angriff in Perwomajsk war bereits der dritte in diesem Monat auf Einrichtungen der Kette „Epizentrum“ in der Ukraine. Am 13. Oktober 2026 verübten russische Streitkräfte eine Serie von Angriffen auf das letzte große Logistikzentrum von „Epizentrum“ in Chmelnyzkyj. Nach vorliegenden Angaben wurde das Gebäude im Laufe des Tages mindestens zehn Mal angegriffen, wodurch das Objekt zerstört wurde. Zuvor, am 9. Oktober, war ein ähnlicher Angriff auf den Hypermarkt „Epizentrum“ in Tschernihiw verübt worden, woraufhin ein heftiger Brand auf dem Gelände ausbrach.

Kontext: Strategie der Infrastrukturangriffe

Die wiederholten Angriffe auf Einzelhandels- und Logistikinfrastruktureinrichtungen zeugen von einer gezielten Taktik zur Störung von Lieferketten und zur Destabilisierung des Alltagslebens in Front- und Hinterlandregionen. Hypermärkte und Verteilungszentren sind im Gegensatz zu militärischen Zielen zivile Einrichtungen, doch ihre Zerstörung führt zu direkten wirtschaftlichen Verlusten, der Störung von Logistikrouten und einem eingeschränkten Zugang der Bevölkerung zu Grundgütern. In der Oblast Mykolajiw, wo Perwomajsk in unmittelbarer Nähe zur Kontaktlinie liegt, stellen solche Angriffe eine zusätzliche Bedrohung für die Zivilbevölkerung dar.

Situation vor Ort und nächste Schritte

Stand Abend des 20. Oktober arbeiten Rettungskräfte am Angriffsort in Perwomajsk. Eine offizielle Aufstellung des materiellen Schadens sowie Informationen über mögliche Verletzte wurden zum Zeitpunkt der Materialeröffnung nicht veröffentlicht. Die Bezirksverwaltung und Sicherheitskräfte bewerten weiterhin die Folgen des Angriffs. Die Kette „Epizentrum“ hatte zuvor ihre Absicht erklärt, beschädigte Objekte wiederaufzubauen, doch das Ausmaß der Zerstörungen in Chmelnyzkyj und Tschernihiw deutet darauf hin, dass die Wiederherstellung der Logistikinfrastruktur viel Zeit in Anspruch nehmen kann.