In der Nacht auf Freitag, den 11. September, griffen russische Kampfdrohnen Kiew an. Laut Angaben der Pressestelle der Kiewer Stadt-Militärverwaltung (KGMW), auf die sich RBC-Ukraine bezieht, brach infolge des Angriffs in einem neunstöckigen Wohngebäude im Dnipro-Bezirk der Hauptstadt ein starker Brand aus. Die Luftstreitkräfte meldeten um 3:19 Uhr eine Strahldrohne, die in Richtung Kiew flog; wenige Minuten später waren über der Hauptstadt Explosionen zu hören. Die Luftalarmwarnung wurde gegen vier Uhr morgens aufgehoben.

Chronologie des Nachtangriffs

Laut Berichten ging das erste Signal über die Annäherung einer Strahldrohne um 3:19 Uhr ein. Wenige Minuten später detonierten über Kiew Explosionen, was auf die Arbeit der Luftverteidigung und/oder auf Treffer hindeutet. Der offizielle Luftalarm in der Hauptstadt wurde um 4:00 Uhr aufgehoben. Genau in diesem Zeitraum wurden, wie städtische Kanäle und offizielle Quellen meldeten, die Folgen des Treffers in der Wohnbebauung des Dnipro-Bezirks festgestellt.

Brand im Neun-Stöcker

Im Dnipro-Bezirk von Kiew brach in einem neunstöckigen Wohngebäude ein Feuer aus. Auf von Kiewer Kanälen veröffentlichten Aufnahmen ist ein starkes Feuer zu sehen: Die Flammen griffen auf mehrere Etagen über, einschließlich der Balkone. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko bestätigte, wie „Interfax-Ukraine“ berichtete, dass eine russische Drohne ein neunstöckiges Gebäude im Dnipro-Bezirk traf und ein Feuer ausbrach. Vor Ort waren Rettungskräfte und Sanitäter im Einsatz.

Kontext: Angriffe auf die Oblast Kiew am Vortag

Am Vortag, gegen Mitternacht, griffen die Russen auch die Oblast Kiew mit Drohnen an: In der Region wurden Wohnhäuser und Produktionsräume beschädigt, nach einem der Einschläge geriet ein Lager in Brand. Der Leiter der Kiewer Oblast-Militärverwaltung, Timur Tschatschenko, erklärte, dass im Buschaner Bezirk ein Brand in einem Lager zivilen Zwecks ausgebrochen sei. Diese Erklärung kam vor dem Hintergrund kürzlicher Explosionen in militärischen Lagern der Oblast Kiew, insbesondere nahe der Straße nach Schytomyr, ebenfalls im Buschaner Bezirk, wo laut Berichten zahlreiche Verletzte zu beklagen waren und die Bevölkerung evakuiert wurde.

Widersprüchliche Angaben

Die wesentliche Diskrepanz zwischen den Quellen betrifft die Zahl der Verletzten und das Vorhandensein von Todesopfern. Die KGMW meldete zunächst zwei Verletzte infolge des Brands im Dnipro-Bezirk. Später schrieb das Medium UNN, die Zahl der Verwundeten sei auf sechs gestiegen. Gleichzeitig behauptet ein Artikel auf pravda.com.ua, datiert auf den 09.09.2026, dass es einen Toten und unter den Verletzten Kinder gebe. Somit stimmen die Versionen über die Zahl der Opfer (2, 6 oder mit einem Toten) nicht überein, und das Veröffentlichungsdatum einer der Quellen (9. September) passt nicht zum Nachtangriff am 11. September. Mögliche Erklärungen sind die Aktualisierung der Zahlen nach Abschluss der Rettungsarbeiten und/oder die Vermischung von Ereignissen verschiedener Nächte; bis zur Veröffentlichung einer offiziellen, abgestimmten Zusammenfassung der KGMW sind die genaue Zahl der Verletzten und das Vorhandensein von Todesopfern als unbestätigt zu betrachten.

Stand Morgen des 11. September wurden die Folgen des Nachtangriffs im Dnipro-Bezirk beseitigt, vor Ort waren Notdienste im Einsatz. Die offiziellen Stellen versicherten, nach Abschluss der Aufräumarbeiten und der Besichtigung des Gebäudes aktualisierte Angaben zu den Verletzten und den Brandursachen zu liefern.