Die Kyjiwer Stadtverwaltung (Kyjiwer Stadtratsverwaltung, KGGa) hat die grundlegende Neugestaltung der Fußgängerführung rund um den Bessarabski-Platz angekündigt. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Verweis auf eine Veröffentlichung der Pressestelle der KGGa. Nach dem Konzept der Behörden müssen Einwohner und Gäste der Hauptstadt nicht mehr in das Untergeschoss des Einkaufszentrums „Metropol“ hinabsteigen, um eine der wichtigsten Hauptstraßen des Zentrums zu überqueren: Alle bestehenden Untergrundstrecken werden durch überdachte Fußgängerüberwege ergänzt.

Sechs überdachte Übergänge statt des Abstiegs in das „Metropol“

Der stellvertretende Leiter der KGGa für die Ausübung der kommunalen Vollmachten, Konstantin Usow, erläuterte, dass rund um den Bessarabski-Platz gleich sechs neue überdachte Fußgängerüberwege entstehen werden. „Alle unterirdischen Fußgängerüberwege rund um den Bessarabski-Platz, die durch das Einkaufszentrum „Metropol“ führen, werden durch sichere überdachte Fußgängerüberwege ergänzt. Die Arbeiten werden in Kürze beginnen“, erklärte er. Damit werden die Untergrundüberwege nicht abgeschafft, sondern durch überdachte Entsprechungen ergänzt, um bequemere und zugänglichere Routen für Fußgänger zu schaffen.

Abgestimmtes Konzept und Ampeln

Für die Umsetzung des Projekts wurde bereits ein neues Konzept zur Organisation des Straßenverkehrs entwickelt und genehmigt, das vom Kommando der Patrouillenpolizei in der Stadt Kiew abgestimmt wurde. An den neuen Übergängen werden sowohl Verkehrs- als auch Fußgängerampeln installiert. Die in der Infografik der KGGa genannten konkreten Punkte umfassen einen überdachten Übergang am Taras-Schewtschenko-Boulevard, einen Übergang an der Wolyska-Wasilkowska-Straße sowie den Übergang „Wolyska-Wasilkowska-Straße – Bessarabski-Projezd“. Separate Änderungen sind auf dem Bessarabski-Projezd selbst vorgesehen, wo entlang der Bassainna-Straße ein eigener überdachter Übergang angelegt wird.

Barrierefreiheit und Radwegüberführungen

Ein zentraler Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Zugänglichkeit: An den Übergängen wird der Bordstein abgesenkt, um die Bewegung von Menschen mit Behinderung und anderen mobilitätseingeschränkten Gruppen zu erleichtern. Außerdem sieht das Konzept Radwegüberführungen vor, die an die Fußgängerüberwege angrenzen – insbesondere auf dem Abschnitt „Bassainna-Straße – Schota-Rustaweli-Straße“. Die KGGa betont, dass Fußgänger nach Umsetzung des Konzepts die Straßen über überdachte Übergänge überqueren können, ohne Untergrundrouten mit Stufen nutzen zu müssen, und dass rund um den Bessarabski-Platz ein zusammenhängender barrierefreier Fußgängerweg entstehen wird. Der bestehende Übergang zwischen der Kreschatyk und dem Bessarabski-Markt bietet nach Angaben der Behörden bereits eine zugängliche Route und wird gemäß modernen Standards erneuert.

Parkplätze und Umverteilung der Fahrspuren

Auf dem Bessarabski-Projezd ist geplant, die Fahrspuren umzuverteilen, um einen zusätzlichen Gehweg auf der Seite des „Arena City“ und eine sichere Fußgängerroute anzulegen, wobei ein regulierter Zugang zum Unterparkhaus vorgesehen ist. Zwischen dem Bessarabski-Markt und dem „Arena City“ wird ebenfalls ein Parkplatz angelegt, der das Parken von Fahrzeugen ordnet und Stellplätze für Autos von Menschen mit Behinderung bereitstellt.

Hinweis der KGGa zu den Visualisierungen

Zum Abschluss präzisierte die KGGa, dass alle veröffentlichten Illustrationen „ausschließlich Visualisierungszwecken dienen und keine genehmigte Projektlösung widerspiegeln“. Das bedeutet, dass das finale Erscheinungsbild der Übergänge, die genaue Geometrie der Gehwege und die Anordnung der Elemente von den gezeigten Entwürfen abweichen können. Zuvor wurde berichtet, dass im Zentrum von Kiew an der Wolyska-Wasilkowska-Straße und am Taras-Schewtschenko-Boulevard der Fahrzeugverkehr für zwei Wochen teilweise eingeschränkt wird, was mit der Vorbereitung der Arbeiten zusammenhängen könnte.