Im Zentrum von Kiew haben die städtischen Dienstleistungen den Abriss der metallischen Schutzkonstruktionen abgeschlossen, die seit mehr als vier Jahren eines der wichtigsten Symbole der Hauptstadt verdeckten – das Denkmal für Bohdan Chmelnyzkyj auf dem Sophienplatz. Dies berichtet Wave RBC.UA unter Bezugnahme auf eine Veröffentlichung des Fotografen Wladimir Baidukow in Threads. Die bronzene Reiterkomposition, die bis vor kurzem unter einem gepanzerten Gerüst verborgen war, ist nun vollständig freigelegt und zeigt sich den Einwohnern Kiws und den Gästen der Stadt in ihrer gewohnten, vor dem Krieg bekannten Form.

Vier Jahre unter „Panzerung“

Das Schutzgerüst wurde nach Beginn des umfassenden Krieges installiert, als das Denkmal, gemeinsam mit einer Reihe anderer kultureller Objekte der Hauptstadt, in eine Risikozone geriet. Die Metallkonstruktion diente dazu, das Denkmal vor Trümmern von Raketen und Drohnen während der russischen Beschuss von Kiew zu schützen. Mehr als vier Jahre lang befand sich die Skulptur unter diesem Schutz, was sie für die Stadtbewohner, die es gewohnt waren, den Reiter auf dem aufgerissenen Pferd offen zu sehen, unerkennbar machte.

Abbau und Instandsetzung

Parallel zum Abbau des Schutzgerüsts führten Fachleute Arbeiten direkt am Denkmal selbst durch. Unter dem mehrjährigen Schutzüberzug hatte sich Vegetation entwickelt, die im Rahmen der Restaurierungsmaßnahmen entfernt wurde. Somit fiel der Abbau des Gerüsts mit einer umfassenden Instandsetzung des Denkmals zusammen: Nach Abschluss der Arbeiten wirkt das Denkmal gepflegt und ist vollständig besichtigbar.

Die Geschichte eines der bekanntesten Denkmäler Kiws

Das Denkmal für Bohdan Chmelnyzkyj befindet sich im Zentrum des Sophienplatzes und ist eines der bekanntesten Symbole der Stadt. Die feierliche Eröffnung der Komposition erfolgte 1888. Die Bronzeskulptur zeigt den Hetman zu Pferd auf einem aufgerissenen Hengst – ein Bild, das seit mehr als einem Jahrhundert und einem halben untrennbarer Teil des Stadtbildes und des kollektiven Gedächtnisses der Kiewer geworden ist.

Rückkehr des Platzes zu seinem vor dem Krieg gewohnten Aussehen

Der Abbau des Schutzgerüsts ist Teil eines breiteren Prozesses zur Wiederherstellung des vor dem Krieg gewohnten Aussehens des Sophienplatzes und anderer öffentlicher Räume der Hauptstadt. Mit der Verringerung der unmittelbaren Bedrohung durch Beschuss werden die Schutzkonstruktionen schrittweise abgebaut, um der Stadt ihr gewohntes Erscheinungsbild zurückzugeben. Für die Einwohner Kiws ist dies nicht nur ein technisches, sondern auch ein symbolisches Ereignis: Die Rückkehr des offenen Denkmals wird als Zeichen der Normalisierung des Alltagslebens im Stadtzentrum wahrgenommen.