Ein nächtlicher massiver Beschuss Kiews mit ballistischen Raketen hat zu Schäden an der U-Bahn-Infrastruktur am linken Ufer geführt. Nach Angaben der Stadtverwaltung von Kiew (KGMA) sind die Ein- und Ausgänge an den oberirdischen Stationen Tschernihowska und Lisowa auf der roten Linie vorübergehend geschlossen. Am Morgen des 19. Oktober 2026 wird der Zugverkehr auf diesem Abschnitt eingeschränkt sein: Die Züge verkehren zwischen den Stationen Akademmistechko und Darnytsia.

Was beschädigt wurde und wie die Reparaturarbeiten voranschreiten

Wie die KGMA mitteilte, wurden durch den Beschuss eine oberirdische U-Bahn-Station, Gleise und das Kabelnetz beschädigt. Spezialisten arbeiten bereits vor Ort an der Wiederherstellung der Gleise und der technischen U-Bahn-Netze. Den vorliegenden Informationen zufolge beschädigten Trümmer während der zweiten Angriffswelle die Station am linken Ufer und zerrissen nahegelegene Fahr- und Stromschienen.

Wie sich der Zugverkehr auf der roten Linie ändert

Am Morgen des 19. Oktober wird der Zugverkehr auf der roten Linie zwischen den Stationen Akademmistechko und Darnytsia nach regulärem Fahrplan aufgenommen. Die Stationen Tschernihowska und Lisowa bleiben für den Ein- und Ausgang von Fahrgästen vorübergehend geschlossen. Die Stadtverwaltung von Kiew bittet die Kiewer, diese Einschränkungen bei der Routenplanung zu berücksichtigen, und verspricht, zusätzliche Informationen zur Wiederaufnahme des Betriebs der gesamten roten Linie bereitzustellen, sobald dies möglich ist. Auf dem Foto ist eine Schlange von Fahrgästen am U-Bahn-Eingang zu sehen, wo eine Infotafel die Stationen der roten Linie auflistet.

Zwei Wellen ballistischer Angriffe in einer Nacht

Nach Angaben der ukrainischen Behörden wurde Kiew in dieser Nacht zweimal mit ballistischen Raketen angegriffen. Der erste Angriff ereignete sich am späten Abend des 18. Oktober: Vorläufigen Angaben zufolge wurde ein Gebäude des medizinischen Zentrums im Stadtteil Desnjanskyj beschädigt, ein Mensch kam ums Leben. Während der zweiten Welle beschädigten Raketentrümmer die U-Bahn-Station am linken Ufer und rissen Gleise in der Nähe auf, was zur vorübergehenden Schließung von Abschnitten der roten Linie führte.

Mangel an Flugabwehrsystemen: Ein sich verschärfendes Problem

Vor dem Hintergrund wiederholter ballistischer Angriffe verschärft sich in der Ukraine erneut die Frage der Luftabwehrkapazitäten. Berichten des Senders CNN zufolge sind im Land erneut die Raketen für Patriot-Systeme ausgegangen. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte seinerseits, dass die USA der Ukraine derzeit nur etwa 12 solcher Raketen pro Monat liefern — ein Volumen, das Schätzungen zufolge nicht ausreicht, um massive ballistische Angriffe abzuwehren.

Die Situation auf der roten Linie der U-Bahn bleibt dynamisch: Der genaue Zeitplan für die vollständige Wiederaufnahme des Verkehrs zwischen allen Stationen hängt vom Tempo der Arbeiten zum Austausch beschädigter Schienen und Kabelnetze ab. Die Stadtverwaltung von Kiew ruft die Bewohner dazu auf, offizielle Mitteilungen zu verfolgen und Fahrten im Voraus zu planen, um Verzögerungen während der morgendlichen Hauptverkehrszeit zu vermeiden.