In Kiew entbrennt eine Debatte über die Modernisierung des öffentlichen Nahverkehrs. Im städtischen Petitionssystem ist eine neue Initiative erschienen, die die Spielregeln für private Verkehrsbetreiber grundlegend verändern könnte. Der Verfasser der Petition, Andrei Maschkow, schlägt vor, strenge Anforderungen an die technische Ausstattung von Minibussen und Kleinbussen einzuführen.

Was soll geändert werden?

Der Kern der Initiative besteht in der Festlegung einer Frist – dem 1. Januar 2027. Bis zu diesem Datum soll nach Ansicht des Verfassers der gesamte Fuhrpark privater Betreiber mit drei Schlüsselsystemen ausgestattet sein:

  • Validatoren für bargeldlose Fahrkartenzahlung;
  • GPS-Trackern zur Überwachung der Bewegung;
  • Videoüberwachungssystemen, die die Handlungen des Fahrers festhalten.

Der Gesetzentwurf sieht strenge Sanktionen vor: Betreiber, deren Fahrzeuge bis zur festgelegten Frist nicht diesen Anforderungen entsprechen, riskieren den Entzug ihrer Betriebslizenz.

Sicherheit und Kontrolle

Andrei Maschkow begründet seinen Vorschlag mit der Notwendigkeit, die Sicherheit der Fahrgäste zu erhöhen. Nach seiner Ansicht wird die Einführung von Validatoren dazu führen, dass barzahlungen direkt im Fahrzeug an den Fahrer endgültig abgeschafft werden können. Dies würde unnötige Kontakte und potenzielle Konflikte vermeiden sowie den Bezahlvorgang vereinfachen.

Zudem würde die Installation von GPS-Trackern es den städtischen Dienststellen ermöglichen, die Intervalle des Fahrzeugverkehrs zu kontrollieren, was die Fahrpläne verbessern sollte. Die Videoüberwachung des Fahrers wird als Instrument zur Prävention von Verkehrsverstößen positioniert.

Aktueller Status der Initiative

Gegenwärtig befindet sich die Petition in einer frühen Phase der Unterstützungssammlung. Im System sind 247 der benötigten 6.000 Unterschriften registriert. Die Organisatoren haben noch 57 Tage Zeit, um genügend Stimmen zu sammeln, damit das Dokument behandelt wird.

Kontext der Reformen in Kiew

Diese Initiative ist nicht isoliert zu sehen. In letzter Zeit wird in Kiew aktiv nach Wegen gesucht, die Arbeit des öffentlichen Nahverkehrs zu optimieren. Kürzlich wurde in der Stadt eine Petition registriert, die dazu aufruft, die Anzahl der Fahrzeuge kommunaler Unternehmen zu halbieren, um den Haushalt zu sparen.

Auch Fragen zur Änderung der Tarifpolitik stehen auf der Tagesordnung. Insbesondere wird die Einführung eines progressiven Zahlungssystems diskutiert, das von der Entfernung oder der Anzahl der Haltestellen abhängt. Darüber hinaus werden im Internet Unterschriften für eine Initiative gesammelt, die vorschlägt, die Anzahl der kostenlosen Fahrten für Rentner zu begrenzen.