Die Stadtverwaltung von Kiew hat sich bereit erklärt, im Rahmen der Umsetzung des Resilienzplans erhöhte finanzielle Belastungen zu tragen. Dies teilte der Bürgermeister der Hauptstadt, Vitali Klitschko, nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates (NSWR) mit.

Ursprünglich wurde das Verhältnis der Finanzierung der Arbeiten zwischen Staat und Stadt mit 50 zu 50 festgelegt. Aufgrund der Aufnahme zusätzlicher Projekte, die durch die besondere Spezifik der Hauptstadt bedingt sind, ist jedoch der Anteil Kiews gestiegen. Nun lasten Kosten in Höhe von mehr als 22 Milliarden Hrywnja auf der Stadt.

Spezifik der Hauptstadt und Kostenanstieg

Vitali Klitschko präzisierte, dass die Grundkosten der Aufgaben, die der Stadt übertragen wurden, ursprünglich mehr als 17 Milliarden Hrywnja betrugen. Zusätzliche Finanzmittel waren für die Umsetzung von Projekten erforderlich, die für die Aufrechterhaltung des Lebens in der Millionenstadt von kritischer Bedeutung sind. Dazu gehörten die Wiederherstellung beschädigter Energieanlagen sowie die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von Wohngebäuden und des sozialen Sektors.

Trotz der erhöhten Verpflichtungen wurde die Gesamtkostenhöhe der Maßnahmen des Resilienzplans von Kiew nach unten korrigiert. Die ursprüngliche Schätzung von 67 Milliarden Hrywnja wurde auf 37 Milliarden Hrywnja angepasst. Diese Entscheidung wurde auf Basis einer realistischen Einschätzung der finanziellen Ressourcen, der Festlegung von Prioritäten und einer professionellen Detaillierung der Projekte getroffen.

Finanzmechanismen und Finanzierungsquellen

Für die Umsetzung des aktualisierten Plans hat die Stadtverwaltung bereits mehr als 10 Milliarden Hrywnja akkumuliert. Die restlichen Mittel sollen durch Kreditaufnahme und eine Umverteilung des Stadthaushalts beschafft werden. Die Behörden betonen, dass solche Maßnahmen notwendig sind, um die Sicherheit und Stabilität der städtischen Infrastruktur zu gewährleisten.

Priorität: System der Reserve-Wärmeversorgung

Die schwierigste und umfangreichste Komponente des Plans ist der Aufbau eines Systems der Reserve-Wärmeversorgung. Im Maßstab Kiews wird die Aufgabe des Ersatzes der Heizkraftwerke mit einer Leistung von 2,1 GW bewertet.

Unter Einhaltung des Prinzips der Kostenverteilung von 50/50 hat die Stadt bereits Ausrüstung verkontraktiert und Arbeiten an Objekten mit einer Gesamtleistung von über 1000 MW aufgenommen. Parallel dazu arbeitet die Agentur für den Wiederaufbau der Ukraine an Objekten mit einer Leistung von 564 MW. Diese Maßnahmen sollen die Wärmeversorgung der Einwohner der Hauptstadt unter Bedingungen möglicher Bedrohungen garantieren.