Am 13. Oktober 2026 fand im Kiewer Restaurant Veranda on the River der Wirtschaftsbrunch 'Unternehmensenergie: Widerstandskraft und Entwicklung' statt, organisiert von der Publikation 'FIRST BUSINESS BIZ'. Laut RBC-Ukraine brachte die Veranstaltung Unternehmensinhaber, Führungskräfte, Investoren, Medienvertreter und Experten zusammen, um zu besprechen, wie das ukrainische Unternehmertum unter Kriegsrecht weiterhin funktioniert, investiert und Arbeitsplätze schafft. Generalpartner war der Fernsehsender 'We Are Ukraine+', Wasserpartner AQUA Myrhorod, Geschenkpartner BROCARD, und die mediale Unterstützung erfolgte durch mehrere nationale Medien, insbesondere RBC-Ukraine.
Eröffnung: Unternehmertum als Akt des Mutes
Zur Eröffnung des Brunches betonte die Mitbegründerin der Organisation, Victoria Steinberg, dass es in den aktuellen Realitäten ein Akt des Mutes sei, in der Ukraine ein Unternehmen zu führen, angetrieben durch Personalmangel, Energierisiken und wirtschaftliche Unsicherheit. Ihrer Aussage nach seien Unternehmer täglich mit Krieg, veränderten Märkten und Verbraucherstimmungen konfrontiert, dennoch arbeite, investiere und unterstütze die ukrainische Wirtschaft die Menschen weiter, während sie neue Entwicklungschancen suche. Die Organisatoren Victoria Steinberg und Yuriy Atanov skizzierten schließlich das Hauptziel des Brunches: die Schaffung eines effektiven Raums für Partnerschaften.
Menschen und Unternehmenskultur
Im Block über Personalwesen konzentrierte sich Kateryna Tyuri, HRD der Veranda/Fenix-Restaurants, auf die Transformation der Unternehmenskultur. Unter den Bedingungen von Migration und Personalnotstand sei die Erhaltung des Humankapitals zur Hauptaufgabe der Unternehmen geworden, was neue Ansätze für interne Kommunikation und Mitarbeitermotivation erfordere.
CSR: Von einmaliger Wohltätigkeit zur Strategie
Eine Podiumsdiskussion zur корпоративній соціальній відповідальності (Unternehmenssozialverantwortung) mit Vertretern von NOVUS, AXOR INDUSTRY, der Kette 'Apteka 9-1-1' und KNUBA widmete sich der Verlagerung des Fokus von systemischer Hilfe hin zur Geschäftsstrategie. Die Teilnehmer betonten die Bedeutung des Übergangs von isolierten wohltätigen Initiativen zu systematischer Arbeit, die konkrete Ziele, Verantwortung und Ergebnismessung beinhaltet.
Investitionen und Kapitalerhalt
Das Investitionspanel mit Vertretern von UNIVER, TOLOKA.VC, 'Tvoye Kolo' und 'Nova Poshta' widmete sich dem Kapitalerhalt. Experten analysierten die Rentabilität und Risiken von Staatsanleihen (OVGZ), Immobilien, dem Landmarkt, Reinvestitionen ins eigene Unternehmen und Venture-Projekten unter Inflationsbedingungen.
Technologische Autonomie und Digitalisierung
Die Fragen der technologischen Autonomie beleuchtete Oleksandr Vlasishen, CEO von GenCode Diagnostics: Anhand genetischer Forschung zeigte er die Vorteile der Lokalisierung der Laborinfrastruktur in der Ukraine auf, was Fristen verkürzt und die Abhängigkeit von ausländischen Partnern verringert. Im Digitalisierungsblock präsentierte CPO Medoc TTN Volodymyr Novikov Lösungen zur Automatisierung von Dokumentenströmen und zur Optimierung der Betriebskosten, was seiner Ansicht nach unter Ressourcenknappheit kritisch ist.
Rechtssicherheit und Reputation
Der Block zur Rechtssicherheit mit Anwälten von ALERTES JSC, Shchennikova & Partners und Fedorova LawFirm widmete sich dem Schutz von Unternehmensinteressen im Rechtsfeld. Das abschließende Podium mit Vertretern von AB InBev Efes Ukraine, den TV-Sendern 'We Are Ukraine' und Mind UA diskutierte die Bewahrung des Markenvertrauens: wie das Vertrauen von Kunden, Partnern und Mitarbeitern aufrechterhalten, die Kommunikation an Veränderungen der Informationsumgebung angepasst und auf Reputationsherausforderungen reagiert werden kann, gestützt auf Konsistenz, Transparenz und die Verantwortung der Marken gegenüber dem Publikum. Ein wichtiger Teil des Brunches war das professionelle Networking, bei dem die Teilnehmer praktische Erfahrungen austauschten und neue Geschäftskontakte knüpften.