Unternehmen der kritischen Infrastruktur des Kiewlgebiets haben eine neue Partie Energieausrüstung erhalten, die für die Vorbereitung auf den Herbst-Winter-Perioden bestimmt ist. Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf das ukrainische Energieministerium berichtet, wurden aus den Lagern der Ministeriums-Hubs 33,6 Tonnen Technik in die Region geliefert, die von europäischen Partnern – Litauen und Finnland – bereitgestellt wurde. Ein Teil der Hilfe wurde bereits direkt an das Kiewlgebiet weitergeleitet.
Zusammensetzung der Lieferung: Wer was übergeben hat
Den größten Anteil der Lieferung stellte das finnische Energieunternehmen Fingrid Oyj – von ihm erhielt das Kiewlgebiet fast 22 Tonnen Ausrüstung. Weitere mehr als 11 Tonnen lieferte der litauische Netzbetreiber Litgrid AB. Die Partie umfasste Transformatoren verschiedener Spannungsklassen sowie Dieselgeneratoren und Sätze von automatischen Aussechaltern. Das Energieministerium betont, dass diese Technik es den Energieversorgern der Region ermöglichen wird, sich rechtzeitig auf den Betrieb unter erhöhter Last im Herbst-Winter-Perioden vorzubereiten.
Teil eines breiteren internationalen Programms
Die Lieferung an das Kiewlgebiet wurde zu einem Element der umfassenderen Unterstützung der ukrainischen Energiewirtschaft durch internationale Partner. Laut Angaben des Energieministeriums erhielten im Zeitraum vom 24. bis 30. August zwei Regionen der Ukraine Energieausrüstung mit einem Gesamtwert von fast 1,8 Mio. Euro. Damit zählt das Kiewlgebiet zu den Regionen, die in diesem Monat gezielte Hilfe zur Stärkung des Energiesystems erhalten haben.
Gefahren für den Energiesektor im kommenden Winter
Der ukrainische Geheimdienst warnt, dass russische Kräfte im kommenden Heizungszeitraum erneut Angriffe auf die Energieinfrastruktur planen. Laut vorliegenden Informationen könnten nicht nur die Erzeugung und Verteilung von Strom, sondern auch das Gasfernleitungssystem sowie Gasförderanlagen in den Oblasten Poltawa und Charkiw von Angriffen bedroht sein. Neben der Energiewirtschaft könnte der Gegner auch andere kritische Infrastrukturen angreifen. Das Energieministerium geht davon aus, dass Russland im Winter seine Bemühungen auf Angriffe auf die Wasserversorgungssysteme konzentrieren könnte.
Maßnahmen zur Vorbereitung auf Notfälle
Angesichts der Bedrohungen für den Energiesektor und angrenzende Branchen bilden die ukrainischen Behörden bereits materielle Reserven für den Winter. So wird in Kiew die Schaffung von Vorräten an Lebensmittelpaketen und die Entwicklung von Handlungsalgorithmen für die städtischen Dienste im Fall eines Notstands verankert. Diese Maßnahmen sollen die Widerstandsfähigkeit der Lebensversorgung der Bevölkerung auch bei möglichen lokalen Störungen der Energieversorgung gewährleisten.