Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, hat die Rettungskräfte der Hauptstadt zum Tag der Zivilschutzarbeiter gratuliert und ihnen städtische Auszeichnungen überreicht. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Verweis auf eine Veröffentlichung im Telegram-Kanal des Stadthauptmanns. An der Zeremonie nahmen Vertreter des Kiewer Garnisonsbereichs der SRSU und der „Kiewer Notrettungsdienstes“ (KARS) teil, die sich im Saal zum feierlichen Verleihungsakt aufgestellt hatten.

Über 46.000 Einsätze seit Beginn der vollen Invasion

In seiner Ansprache nannte Klitschko die wichtigsten Zahlen der Arbeit der Kiewer Rettungskräfte seit Beginn der vollen Invasion. Demnach haben die Kiewer Rettungskräfte der SRSU und des KARS über 46.000 Einsätze absolviert, von denen etwa 3.000 unmittelbar mit der Beseitigung der Folgen russischer Angriffe auf die Hauptstadt zusammenhingen. In dieser Zeit, so der Bürgermeister, halfen die Rettungskräfte, über 2.200 Menschen zu retten. „Ich habe den Rettungskräften für jeden Einsatz und für jedes gerettete Leben gedankt. Für die Standhaftigkeit und den Professionalismus, mit dem sie ihre Mission erfüllen“, schrieb Klitschko in seinem Telegram-Kanal.

22 Jahre kommunaler Rettungsdienst in Kiew

Besonders hob der Stadtchef die historische Rolle Kiews bei der Entwicklung des Zivilschutzsystems hervor. Genau in der Hauptstadt, so Klitschko, wurde vor 22 Jahren der erste kommunale Rettungsdienst der Ukraine geschaffen, der seitdem Seite an Seite mit der staatlichen Struktur SRSU arbeitet. Insgesamt zählt das Kiewer Rettungsteam mehr als 3.000 Personen – das sind Mitarbeiter des Kiewer Garnisonsbereichs der SRSU und des KARS. Klitschko betonte, dass sie seit fast fünf Jahren im 24-Stunden-Betrieb arbeiten: Sie fahren zur Beseitigung der Angriffsfolgen ein und führen dringende Wiederherstellungsarbeiten durch.

Erweiterung des KARS und neue Einheit auf dem Linken Ufer

Der Bürgermeister sprach auch über strukturelle Veränderungen im Rettungssystem der Hauptstadt. Demnach wurde im August des vergangenen Jahres auf seine Anweisung hin beschlossen, den Dienst KARS zu erweitern. Insbesondere wurde eine neue technische Notbereitschaftseinheit für eine schnellere Reaktion auf dem linken Ufer Kiews geschaffen. „Sie steht bereits seit mehreren Monaten im Dienst der Rettung und Hilfe für die Kiewer“, betonte Klitschko. Diese Entscheidung wurde durch die Notwendigkeit bedingt, die Anfahrtszeit der Rettungstrupps an den Unfallort auf dem weiträumigen Linken Ufer zu verkürzen.

Kontext: anhaltende Angriffe auf die Infrastruktur Kiews

Das Berufsfest der Rettungskräfte fiel in eine Zeit, in der die Hauptstadt weiterhin Angriffen ausgesetzt ist. Zuvor hatte Klitschko über verschiedene Vorfälle im Zusammenhang mit Angriffen berichtet: Bränden an Infrastruktureinrichtungen, dem Aufprall von Drohnentrümmern auf Gebäude und Verletzten unter der Zivilbevölkerung. Genau unter solchen Bedingungen, so der Bürgermeister, führen die Rettungskräfte ihre Arbeit aus – im 24-Stunden-Betrieb, ohne Ruhetage und Feiertage. Separat kündigte Klitschko an, dass innerhalb eines Monats in Kiew Schutzbauten an Haltestellen des öffentlichen Verkehrs errichtet werden, was ein weiteres Element des Schutzes der Bürger im fortgesetzten Krieg darstellen wird.