Mit dem näher rückenden 1. September 2026 stehen wieder Tausende Kiewer Familien vor der Frage: Muss man für die Fahrt der Kinder im öffentlichen Verkehr der Hauptstadt bezahlen? Mit Beginn des Schuljahres treten die Regeln für den vergünstigten Schülerverkehr wieder in Kraft, doch für deren korrekte Anwendung ist ein entsprechender Ausweis erforderlich. Wir erläutern, was genau für Schüler in Kiew vorgesehen ist und welche Besonderheiten Eltern beachten sollten.
Sommerferien: Bezahlte Fahrt, aber mit Rabatt
Gemäß dem Beschluss des Kiewer Stadtrats wird Schülern der allgemeinbildenden Schulen der Hauptstadt der kostenlose und vergünstigte Verkehr nur während des Schuljahres und der Jahresbewertung gewährt. Das bedeutet, dass der kostenlose Schülerverkehr während der Sommerferien – vom 1. Juli bis zum 31. August – traditionell ausgesetzt wird. Der stellvertretende Leiter der Kiewer Stadtverwaltung, Walentin Mondriewski, hatte zuvor erklärt, dass in diesem Zeitraum die Fahrt für Schüler bezahlt ist, wie in den meisten ukrainischen Städten. Gleichzeitig kann mit dem elektronischen Schülerausweis ein Monats- oder Halbjahres-Fahrtenausweis mit einem Rabatt von 75 % erworben werden, was die täglichen Fahrten des Kindes im Sommer erheblich günstiger macht.
Ab dem 1. September – wieder kostenlos: aber nur mit Fahrkarte
Ab dem 1. September 2026 wird die Fahrt für Schüler im öffentlichen Verkehr Kiews wieder kostenlos. Hier gibt es jedoch eine wichtige Besonderheit: Für den Erhalt des Vergünstigungsnachweises ist ein gültiger Ausweis – der Schülerausweis – erforderlich. Während früher das „traditionelle“ Schülerheft, das von der Bildungseinrichtung ausgestellt wurde, ausreichte, ist für den regelmäßigen kostenlosen Verkehr mit Registrierung der Fahrt über den Validator nun der elektronische Schülerausweis erforderlich, der über die entsprechenden Dienste des KP „Kyjpasstrans“ beantragt wird. Fahrgäste, die Anspruch auf vergünstigten Verkehr haben, können weiterhin gültige Fahrausweise des alten Formats nutzen, vorausgesetzt, sie wurden in der Bildungseinrichtung verlängert und enthalten alle erforderlichen Angaben: Foto, Klasse, Gültigkeitsdauer, Unterschrift der verantwortlichen Person und den Stempel der Bildungseinrichtung.
Welche Verkehrsmittel sind von der Vergünstigung umfasst
Wichtig zu verstehen ist, dass zum kommunalen öffentlichen Verkehr der Hauptstadt, auf den das Recht auf kostenlosen Verkehr ausgedehnt wird, folgende gehören: Busse auf städtischen Linien des allgemeinen Verkehrs, Trolleybusse, Straßenbahnen, die U-Bahn, die Standseilbahn und die städtische S-Bahn. In Kiewer Minibussen – Linien-Taxis, die privaten Verkehrsbetrieben, kommerziellen Unternehmen und Unternehmern gehören – haben Schüler jedoch keinen Anspruch auf kostenlosen Verkehr und müssen die Fahrt zu den regulären Bedingungen bezahlen. Eltern sollten diesen Umstand bei der Planung der Schulwege ihrer Kinder berücksichtigen.
Was Eltern vor dem 1. September tun sollten
Schülern und ihren Eltern wird empfohlen, im Voraus sicherzustellen, dass der Schülerausweis – elektronisch oder im alten Format mit verlängertem Gültigkeitszeitraum – vorhanden und gültig ist. Wenn das Dokument verloren gegangen oder abgelaufen ist, muss man sich an die Bildungseinrichtung wenden, um ein neues auszustellen oder das alte zu verlängern. Außerdem sollte man überprüfen, ob der elektronische Schülerausweis an die Verkehrskarten gebunden ist, die das Kind nutzt, und ob darauf genügend Guthaben für mögliche Fahrten an Tagen vorhanden ist, an denen die Vergünstigung nicht gilt (z. B. an Tagen mit außerunterrichtlichen Veranstaltungen oder bei Änderungen des Kalenders). Die Einhaltung dieser einfachen Regeln wird unangenehme Situationen bei der Validierung der Fahrt vermeiden und den Kindern einen ungehinderten Zugang zum öffentlichen Verkehr während des gesamten Schuljahres ermöglichen.