Am südlichen Frontabschnitt entwickelt sich eine kritische Lage in der Logistik. Das russische Kommando ist gezwungen, strenge Einschränkungen bei der Kraftstoffversorgung für mobile Feuergruppen und Luftabwehreinheiten einzuführen. Diese Entscheidung erschwert den Besatzern erheblich die Verteidigung ihrer Positionen gegen Drohnenangriffe der Ukraine.
Informationen über den Ressourcenmangel gehen von Agenten der Widerstandsbewegung „ATESH“ ein, die in russischen Militäreinheiten in der Krim und im besetzten Teil der Oblast Cherson tätig sind.
„Kraftstoff wird nach dem Teelöffel ausgegeben“
Die Versorgung der Fahrzeuge mit Kraftstoff hat einen kritischen Punkt erreicht. Laut Informanten stoßen russische Soldaten auf einen totalen Mangel. Die Betankung erfolgt nun nur noch in minimal notwendigen Mengen, was die Agenten mit dem Ausdruck „nach dem Teelöffel“ beschreiben.
Unter diesen Bedingungen ist der Motorstart nur bei einem Kampfeinsatz gestattet. Zu anderen Zeiten müssen die Fahrzeuge stillstehen, um den kostbaren Kraftstoff nicht zu verbrauchen. Dies schafft eine gefährliche Situation auf den Routen: Wenn ein Fahrzeug unterwegs wegen Kraftstoffmangels stehen bleibt, muss die Besatzung das Fahrzeug verlassen und in den nächsten Graben oder eine Siedlung fliehen, um einen Drohnenangriff abzuwarten.
Fälle dieser Art werden bereits auf Nachschubstraßen registriert, insbesondere auf dem Abschnitt zwischen Henitschesk und Skadowsk. Verlassene russische Fahrzeuge, die unbeaufsichtigt zurückgelassen wurden, werden zu leichten Zielen für Drohnenangriffe der Streitkräfte der Ukraine.
Versorgungskrise und Verlust von Fahrzeugen
Obwohl das Besatzungskommando versucht, das Ausmaß des Problems nicht zu veröffentlichen, deuten Störungen bei der grundlegenden Betankung der Fahrzeuge auf den tatsächlichen Zustand der logistischen Ketten der russischen Armee hin. Partisanen berichten, dass solche Situationen gleichzeitig in mehreren Einheiten registriert werden.
Die Wurzeln des Problems reichen bis in den Juni zurück, als die Aktionen der Verteidigungskräfte der Ukraine die wichtigsten Versorgungswege auf der Kinburn-Halbinsel blockierten. Laut „ATESH“ wurde die Lieferung von Munition, Lebensmitteln und Kraftstoff zu diesem Zeitpunkt vollständig eingestellt.
Probleme mit Wasserfahrzeugen im Dnipro-Delta
Die Krise betrifft nicht nur die Landlogistik, sondern auch den Wassertransport. Ein Widerstandsagent, der in der russischen Armee am südlichen Frontabschnitt dient, berichtete über einen wachsenden Mangel an Wasserfahrzeugen. Auf den Inseln des Dnipro-Deltas bei Cherson gibt es praktisch keine schnellen Boote mehr, die für den Transport von Gütern und Personal notwendig sind.