In der Nacht zum 18. Juli griffen ukrainische unbemannte Fluggeräte kritische Logistikzentren tief im russischen Hinterland an. Laut RBC-Ukraine, das sich auf eine Erklärung von Präsident Wolodymyr Selenskyj beruft, wurden die Operationen gleichzeitig an mehreren Fronten durchgeführt, einschließlich besetzter Gebiete und Seegewässern.

Schläge in einer Tiefe von über 500 Kilometern

Das Schlüsseleignis der Nacht waren Angriffe auf Ziele in den Regionen Moskau und Tambow. Nach offiziellen Angaben wurden Ziele getroffen, die sich in einer Entfernung von mehr als 500 und etwa 700 Kilometern von der Frontlinie befinden. Dies zeigt eine erhebliche Steigerung der Reichweite der ukrainischen Angriffssysteme.

Wolodymyr Selenskyj charakterisierte diese Aktionen als „langreichweitige Sanktionen“, die effektiv gewirkt haben. Insbesondere wurden zwei große Logistikzentren getroffen, die, so die Angaben aus Kiew, vom russischen Kommando zur Sicherung der Lieferung sanktionierter Komponenten genutzt wurden. Diese Bauteile sind für die Produktion von Drohnen und Navigationsausrüstung, die im Kampfgebiet eingesetzt werden, von entscheidender Bedeutung.

Umfang der Operationen: Von Land bis See

Die Operationen beschränkten sich nicht nur auf Landziele im Zentrum Russlands. Selenskyj bestätigte, dass auch in den Gewässern des Asowschen und Schwarzen Meeres sowie auf dem Gebiet des vorübergehend besetzten Krim angegriffen wurde. Der komplexe Charakter der Angriffe zielt darauf ab, die Lieferketten des Gegners sowohl an Land als auch auf See zu desorganisieren.

Angriffe auf Logistik-Hubs in so entfernten Regionen wie Moskau und Tambow deuten darauf hin, dass die Ukraine in der Lage ist, Ziele zu treffen, die für die Versorgung der russischen Kriegsmaschinerie verantwortlich sind, weit außerhalb der Frontzone. Dies stellt die russische Industrie, die von Importen sanktionierter Technologien abhängig ist, vor ernste Probleme.