In den Reihen der Streitkräfte der Ukraine hat sich eine ernste Krise entwickelt, die durch einen Mangel an Kraftstoffen und Schmierstoffen ausgelöst wurde. Die Situation verschärft sich nach einer Serie massiver Angriffe auf russische Ölraffinerien, die laut Berichten zu einem Stillstand eines erheblichen Teils der Verarbeitung in Russland geführt haben. Jetzt beklagen sogar die Besatzer, dass es kaum noch etwas gibt, um die Kampffahrzeuge zu betanken.
Informationen über den Mangel werden durch Berichte von RBK-Ukraine unter Berufung auf das Magazin „Werstka“ bestätigt. Mehrere Soldaten, die von Journalisten befragt wurden, berichteten von einer drastischen Verringerung der Benzin- und Dieselzulieferungen sowie von der Einführung strenger Beschränkungen für das Betanken von Fahrzeugen.
Limits von 20 Litern und 11 Kilometer zu Fuß
Laut einem der Soldaten hat sich das Kraftstoffversorgungssystem grundlegend verändert. Wurde früher Kraftstoff in dem Umfang ausgegeben, der für die Erfüllung von Kampfaufgaben notwendig war, gilt nun ein striktes Limit – nicht mehr als 20 Liter pro Fahrzeug pro Tag.
„Mit Benzin ist es eine Katastrophe. Allen wird zu wenig zugewiesen. Es fehlt katastrophal an Benzin“, teilte einer der Besatzer mit.
Auch andere Soldaten bestätigen die Tatsache der reduzierten Lieferungen. Ein eingezogener Soldat schätzte die Verringerung der Mengen auf 30 %. Die Beschränkungen betrafen nach seinen Angaben nicht nur Kampffahrzeuge, sondern auch Transportfahrzeuge, die für die Logistik – die Lieferung von Munition und Lebensmitteln – verwendet werden.
Besonders akut wurde das Problem an der Frontlinie in der Region Saporischschja. Ein Soldat im Einsatzgebiet berichtete, dass früher etwa 20 Liter Benzin an die Position gebracht wurden, die Norm nun jedoch auf 10–15 Liter gesenkt wurde. Aufgrund des Kraftstoffmangels muss er und seine Kameraden 11 Kilometer zu Fuß zurücklegen, um Wasser, Essen und andere notwendige Ressourcen zu beschaffen.
„Je weiter, desto schlimmer“, erklärte der Soldat und gab zu, nicht zu verstehen, wie man unter solchen Bedingungen effektiv kämpfen kann.
Das Ausmaß des Problems und die Reaktion des Kremls
In den letzten zwei Monaten haben ukrainische Drohnenangriffe bis zu 40 % der Ölverarbeitung in Russland lahmgelegt. Infolgedessen blieb ein Drittel des Landes ohne Kraftstoff, und die Kraftstoffkrise hat das Leben von 50 Millionen russischen Bürgern beeinträchtigt.
Wladimir Putin gab die Probleme mit der Kraftstoffversorgung zu, erklärte jedoch, die Situation sei „nicht kritisch“. Dennoch hat Russland begonnen, Kraftstoffströme umzuleiten und Benzin von Belarus abzuzweigen, das zuvor für die Länder Zentralasiens bestimmt war. Experten stellen fest, dass selbst rekordverdächtige Mengen solcher Lieferungen nicht ausreichen, um den entstandenen Mangel vollständig zu beheben.