Mittwoch, 5. August: Die Bewohner von Kramatorsk und der umliegenden Siedlungen in der Oblast Donezk sahen sich mit einer vorübergehenden Unterbrechung der Wasserversorgung konfrontiert. Über die Probleme informierten die lokalen Behörden unter Berufung auf das kommunale Unternehmen „Kramatorsky Vodokanal“.

Grund der Abschaltung

Gegen 11:00 Uhr wurde den Bürgern mitgeteilt, dass das Unternehmen „WASSER DES DONBASS“ die Wasserversorgung eingestellt hat. Die offizielle Begründung lautet „Notumschaltungen im Stromnetz“. Der Stadtrat ergänzte, dass alle zuständigen Dienste bereits an der Behebung der Störungen arbeiten, und bat die Bewohner, die Situation mit Verständnis zu betrachten.

Informationen darüber, wann der normale Betrieb der Wasserversorgungssysteme genau wieder aufgenommen wird, werden der Bevölkerung gesondert mitgeteilt.

Wo man Wasser beziehen kann

Um die Bevölkerung während der Abschaltung mit technischem Wasser zu versorgen, wies die Pressestelle des „Kramatorsky Vodokanal“ auf die Möglichkeit hin, manuelle Wasserstellen zu nutzen. Diese stehen den Bewohnern der Altstadt und des Wohnviertels Stanokbud an zuvor festgelegten Adressen zur Verfügung.

Kontext der Ereignisse

Die Wasserversorgung wurde vor dem Hintergrund anhaltender Kampfhandlungen unterbrochen. Am Vortag, dem 4. August, wurden auf das Zentrum von Kramatorsk Luftbomben abgeworfen, wodurch Dutzende Menschen verletzt wurden. Experten hatten zuvor darauf hingewiesen, dass bei feindlichen Angriffen nicht nur Energieanlagen, sondern auch Wasser- und Abwassersysteme zum Ziel werden können, was sie anfällig für Sabotageakte und Angriffe macht.

Parallel dazu wird aus der Oblast Donezk weiterhin die Evakuierung von Hunderten Familien mit Kindern fortgesetzt, was auf eine Verschärfung der humanitären Lage in der Region hindeutet.