Das offizielle Moskau hat sich zu den jüngsten militärtechnischen Schritten von Paris geäußert und diese als Ausdruck einer Militarisierung der europäischen Sicherheitspolitik bezeichnet. Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, kritisierte das Vorgehen Frankreichs scharf, das am Vortag erfolgreich eine strategische Ballistikrakete getestet hatte.
Kontext und Moskauer Reaktion
Nach Angaben des Kreml-Sprechers hatte die französische Führung die russische Seite im Voraus über den bevorstehenden Start informiert. Dennoch wurde die Tatsache des Tests von Ballistikwaffen von einem U-Boot vor der Küste der Bretagne in Moskau als weiteres Element der Eskalation wahrgenommen. Dmitri Peskow betonte, dass sich das europäische Verteidigungs- und Sicherheitssystem zunehmend auf einen Konfrontationskurs gegenüber der Russischen Föderation konzentriere.
Bewertung der französischen Strategie
Der Kreml bezeichnete den von den europäischen Ländern eingeschlagenen Kurs als Sackgasse und wies darauf hin, dass die historische Erfahrung die Wirksamkeit solcher Ansätze nicht bestätige. Der französische Präsident Emmanuel Macron bezeichnete den Start als deutliches und lautes Signal an den Empfänger, auch wenn er Moskau nicht namentlich erwähnte. Die russische Seite sah in den Handlungen von Paris eine Machtdemonstration und ein Festhalten an militaristischen Tendenzen.
Aussichten zur Beilegung von Differenzen
Trotz scharfer Kritik an den Raketentests bekräftigte der offizielle Kreml seine unveränderte Haltung zu diplomatischen Kontakten. Dmitri Peskow erklärte, dass Moskau für den Verhandlungsprozess offen bleibe und ihn als vorrangiges Instrument zur Lösung aller zwischenstaatlichen Meinungsverschiedenheiten betrachte, während es sich gegen demonstrative Machtdemonstrationen ausspreche.