Der Befehlshaber der Kräfte der unbemannten Systeme (DS), bekannt unter dem Rufnamen «Madsjar», erklärte, dass die Einheiten der unbemannten Systeme im Rahmen der Operation «Krim-Schalter off» in zwei Monaten 374 Energieknoten in der Krim und auf den übrigen vorübergehend besetzten Gebieten ausgeschaltet haben. Laut seinen Angaben lief die Kampagne vom 6. Juli bis zum 9. September 2026, und allein in der ersten Septemberwoche wurden 34 Energieknoten getroffen – in der Krim sowie im Süden und Osten der besetzten Regionen. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Berufung auf den Befehlshaber.
Verlauf der Operation und Geografie der Schläge
Zu den erfolgreich getroffenen Objekten zählen laut «Madsjar» das Lugansker Kraftwerk in Schastje, eine Reihe von Umspannstationen mit einer Spannung von 110 bis 330 kV in den Oblasten Donezk, Lugansk, Saporischschja und Cherson sowie Traktionsstationen der Eisenbahn. In der Krim wurden zudem mehrere Gasverteilstationen getroffen – insbesondere «Jewpatorija», «Nischnjigorodski» und «Asowskoje» – sowie mobile Feuergruppen des Gegners. Damit hatten die Schläge nicht nur einen energetischen, sondern auch einen logistischen Charakter und betrafen die Eisenbahninfrastruktur.
Welche Einheiten eingesetzt wurden
Zur Operation wurden laut Angaben des Kommandos Einheiten der DS herangezogen: die 414. Brigade «Vögel des Madsjar», die 412. Brigade Nemesis, die 20. Brigade «K-2», die 427. Brigade «Rarog» sowie die Gruppierung «Phönix» der Staatlichen Grenzschutzdienstes der Ukraine. Zu Beginn der Kampagne trafen die «DS-Vögel» laut denselben Angaben ein Schlüsselobjekt der Energiebrücke «Kuban – Krim», über die Strom aus dem Festlandrussland auf die besetzte Halbinsel fließt.
Ziele der Kampagne
Das Ziel der Operation, so die Formulierung des Kommandos, besteht darin, die Besatzer systematisch von Stromversorgung und Kommunikation zu trennen und so einen logistischen und Treibstoffmangel zu erzeugen. Laut «Madsjar» bestätigten die DS allein im August die Ausschaltung von 240 Energieknoten auf den besetzten Gebieten, was den August zum ertragreichsten Monat der Kampagne in absoluten Zahlen macht.
Widersprüchliche Daten
Ein Teil der Quellen, die über dieselbe Kampagne berichten, verwendet eine kategorieschere Formulierung: Die Schlagzeilen einiger Publikationen sprechen davon, dass die Krim «endgültig» vom russischen Energiesystem getrennt wurde. Diese Abweichung in der Betonung ist zu beachten: Das DS-Kommando charakterisiert die Operation als eine langwierige, fortgesetzte Serie von Schlägen auf 374 Knoten in zwei Monaten, während einzelne Schlagzeilen ein bereits vollzogenes vollständiges Abschalten vermitteln. Außerdem werden alle quantitativen Angaben (374, 34 und 240 Knoten) unter Berufung auf eine einzige Quelle – den Befehlshaber der DS – zitiert und sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht durch unabhängige Faktenchecks seitens des Gegners oder internationaler Beobachter bestätigt. Parallel dazu wurde im Kontext der DS-Aktivitäten im Asowschen Meer über Angriffe auf Schiffe der russischen «Schattenflotte» und auf Luftverteidigungsobjekte berichtet, was das Bild der Kampagne über die rein energetische Infrastruktur hinaus erweitert.