Am 29. August 2026 griffen russische Streitkräfte die zivile Infrastruktur von Krivatschko an: Zwei Angriffsdrohnen trafen das Gebäude der Unfallchirurgie der Stadtklinik. Dies teilte der Leiter der städtischen Militärverwaltung von Krivatschko, Alexander Hontscharenko, mit, dessen Worte von RBC-Ukraine zitiert werden. Seinen Worten zufolge war der Angriff ein gezielter Schlag gegen eine Einrichtung, in der täglich das Leben von Bürgern gerettet wird.
„Das kann kein Zufall sein“
Alexander Hontscharenko betonte, dass das Krankenhaus ein Ort ist, an dem Ärzte, Schwestern und Sanitäter arbeiten und an den Verwundete mit Krankenwagen gebracht werden. „Genau dorthin haben die Russen ihre Waffe gerichtet. Das kann kein Zufall sein“, erklärte der Leiter der Militärverwaltung und bewertete den Vorfall als gezielte Zerstörung der zivilen Infrastruktur und der Menschen, die jeden Tag das Leben anderer retten.
Mediziner bleiben an ihren Posten
Trotz des direkten Treffers der Drohnen in das Gebäude hat das medizinische Personal der Unfallchirurgie seine Arbeit nicht eingestellt. „Krivatschko hält stand. Und halten es die Menschen, die trotz allem weiterarbeiten“, betonte Hontscharenko. Auf den nach dem Angriff aufgenommenen Aufnahmen sind zerbrochene Fensterrahmen, eine beschädigte Fassade und Zerstörungsspuren an den Wänden des Klinikgebäudes zu sehen.
Weiterer Angriff am selben Tag: Drohnentreffer auf ein „Ukrposchtscha“-Auto
Am selben Tag, dem 29. August, traf eine russische Drohne in der Nähe von Krivatschko ein Fahrzeug der „Ukrposchtscha“. Dabei erlitt der Fahrer eine Schädel-Hirn-Verletzung, und bei einem Brand wurden rund 500 Pakete vernichtet. Dies ist nicht der erste ähnliche Vorfall in der Stadt: Am 16. August traf eine russische Drohne das Postamt von Krivatschko, dabei kam eine Person ums Leben, sechs weitere wurden verletzt.
Krivatschko fast täglich unter Beschuss
Die Stadt, die in unmittelbarer Nähe zur Frontlinie liegt, wird praktisch täglich von russischer Luftwaffe und Drohnen angegriffen. Wiederholte Schläge gegen Gesundheitseinrichtungen, Postinfrastruktur und andere zivile Gebäude zeichnen ein klares Bild eines gezielten Drucks auf das Hinterland. Jeder neue Vorfall erfordert von den lokalen Behörden und den medizinischen Diensten die schnelle Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit der beschädigten Objekte unter Bedingungen einer anhaltenden Bedrohung.