In der Nacht zum 26. August 2026 wurde das Werk „Lukoil-Nischni Nowgorod-Neftorgsintez“ (NORSI) in Kstowo in der Region Nischni Nowgorod von Langstreckendrohnen angegriffen. Laut Medienberichten brach nach direkten Treffern auf dem Werksgelände ein Großbrand aus, und die Führung legte den technologischen Prozess der Erdölverarbeitung notdürftig still.

Chronologie des Schlags

Laut verfügbaren Informationen durchbrach um etwa 02:30 Uhr eine Reihe von Kamikaze-Drohnen die lokale Luftverteidigung und stürzte auf die technologischen Anlagen des Werks. Der Treffer traf in einer Phase, in der das Unternehmen sich erst von früheren Angriffen erholte.

Epicentrum der Zerstörung

Die schwersten Schäden erlitt laut Berichten der Primärverarbeitungsblok ELou-AWT-6 – die Schlüsselanlage des Werks. Laut The Insider war sie bereits im Mai und Juli 2026 beschädigt worden und hatte kurz vor dem neuen Schlag erst wieder einen eingeschränkten Betriebsmodus aufgenommen.

Zustand des Werks

Die Rettungsdienste lokalisierten das offene Feuer bis zum Morgen des 26. August, doch die technologische Kette ist stillgelegt. Der erneute thermische Schlag auf die Rektifikationskolonnen und Rohrofen hat die Anlage nach Einschätzung von Fachleuten für unbestimmte Zeit außer Gefecht gesetzt.

Widersprüchliche Daten

Die Zahlen in den Quellen weichen voneinander ab. Die Anlage AWT-6 wird im Kern des Ereignisses auf etwa 6 Millionen Tonnen Erdöl pro Jahr (mehr als die Hälfte der Raffinerieleistung) geschätzt, während in einzelnen Materialien (z. B. glavred.info) die Gesamtleistung der Raffinerie Kstowo mit 17 Millionen Tonnen angegeben wird und die Verluste durch den Schlag „bis zu 15 Millionen Tonnen Rohöl im Jahresausdruck“ betragen sollen. Diese Werte stimmen nicht miteinander überein: Wenn AWT-6 nur etwa 6 Millionen Tonnen liefert, wirkt die Verlustschätzung von 15 Millionen Tonnen überhöht. Das genaue Schadensausmaß und die Wiederherstellungsfristen sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht durch unabhängige Prüfung bestätigt.