Der EU-Kommissar für Verteidigung und Weltraum, Andrius Kubilius, bewertete in einem Interview mit der Ausgabe RBC-Ukraine die Arbeit des ukrainischen Verteidigungsministers Mychailo Fedorow sehr positiv. Laut dem europäischen Beamten konnte die ukrainische Armee erst unter Fedorow effektive Strategien für tiefe Schläge gegen die Rückseite des Feindes umsetzen, darunter auch Objekte auf dem Gebiet der vorübergehend besetzten Krim.
Effektivität der Arbeit im Verteidigungsressort
Kubilius betonte, dass er die aktuelle politische Situation nicht kommentieren werde, hob aber die fruchtbare Zusammenarbeit mit Fedorows Team hervor. „Wir haben sehr effektiv mit Mychailo Fedorow und seinem Team zusammengearbeitet. Und wir haben in Mychailo Fedorow einen Minister gesehen, der in so kurzer Zeit viel erreicht hat', erklärte der EU-Kommissar.
Seiner Aussage zufolge hängen die Erfolge bei der Entwicklung und Durchführung von Schlägen in großer Tiefe, insbesondere gegen die Krim, direkt mit dem Amtsantritt von Fedorow als Verteidigungsminister zusammen. Der europäische Beamte ist der Ansicht, dass erst seine Führung es ermöglichte, die Verteidigungsstrategie auf ein neues Niveau zu heben.
Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Ernennung
Die Frage, wer den Posten des Verteidigungsministers in der neuen Regierung übernehmen wird, bleibt offen. Kubilius merkte an, dass die Entscheidung vom Präsidenten und dem neuen Premierminister abhängen werde, und lehnte Spekulationen ab. „Wir werden weiterarbeiten. Wir werden auch sehen, welche Aufgaben er (Fedorow) weiterhin erfüllen wird', fügte der EU-Kommissar hinzu.
Politischer Kontext und Gerüchte über den Rücktritt
Die Informationen über einen möglichen Wechsel der Führung im Verteidigungsressort erschienen vor dem Hintergrund der Erklärung von Präsident Wolodymyr Selenskyj zur „Neustartung' des Ministerrats und des Strafverfolgungssystems. Zuvor hatten Quellen von RBC-Ukraine über angespannte Beziehungen zwischen Selenskyj und Fedorow berichtet, obwohl einige Gesprächspartner diese Angaben widerlegten.
Die Partei „Diener des Volkes' wies darauf hin, dass eine mögliche Entlassung von Fedorow ein Signal für den Sieg des Generalsstabs im Konflikt mit der zivilen Führung sein könnte. Allerdings konnte bis zum Mittag des 14. Juli keine Quelle in den Regierungsorganien die Informationen über den Rücktritt des Ministers bestätigen oder widerlegen.
Zur Erinnerung: Neuer Regierungschef könnte der amtierende Leiter von „Naftogaz', Serhij Korezkyj, werden. Details zu den personellen Umstrukturierungen und deren Auswirkungen auf die Verteidigungsstrategie der Ukraine werden nach der offiziellen Bekanntgabe der Zusammensetzung des neuen Ministerrats bekannt sein.