Der Leiter des Büros des Präsidenten der Ukraine, Kyrylo Budanow, erklärte, dass das Land die Sonderoperation zur Erzwingung des Friedens mit Russland fortsetzen werde, ohne sich an konkrete Zeitrahmen zu binden. Nach seinen Worten ist nicht die Dauer des Prozesses entscheidend, sondern das Endergebnis.

„Das Wichtigste ist das Ergebnis“

In einem Interview, das von RBC-Ukraine unter Berufung auf TSN veröffentlicht wurde, rief Budanow dazu auf, sich nicht auf Argumente bezüglich der Dauer zu konzentrieren: „40 Tage, 100 Tage, 15 Tage“. Er betonte: „Wir werden fortfahren. Hängen Sie nicht an all diesen Argumenten fest. Das Wichtigste ist das Ergebnis. Es ist nicht so wichtig, wie wir in diesen Prozess eintreten. Viel wichtiger ist, wie wir daraus hervorgehen.“

Strategische Sackgasse Russlands

Nach Ansicht des Leiters des Präsidialamts hofft das militärisch-politische Führungsgremium Russlands nach wie vor fälschlicherweise, seine Ziele mit Gewalt zu erreichen. Der mehrjährige Verlauf der Kampfhandlungen widerlegt diese Hoffnungen nach seinen Worten vollständig. Trotz lokaler Verschiebungen der Frontlinie und Vorstößen auf beiden Seiten befindet sich Russland strategisch bereits seit langem in einer Sackgasse.

„Der Krieg ist für sie im Wesentlichen, na ja, es gibt gewisse Kampfhandlungen, es gibt gewisse Vorstöße von uns und von ihnen. Strategisch ist er schon lange in einer Sackgasse“, stellte Budanow fest.

Angriffe auf die Logistik von Wildberries

In den letzten zwei Wochen haben die Verteidigungskräfte der Ukraine fast täglich Angriffe auf Züge des größten russischen Marktplatzes Wildberries durchgeführt. Infolge der Angriffe wurden 17 % bis 22 % der gesamten Logistikinfrastruktur des Unternehmens beschädigt.

Analysten schätzen den Gesamtschaden auf 21,5 bis 28 Milliarden Rubel (2,7 bis 3,6 Milliarden Dollar). Für die Wiederherstellung der beschädigten Objekte könnten 6,25 bis 8,08 Milliarden Rubel (0,8 bis 1 Milliarde Dollar) erforderlich sein. Die größten finanziellen Verluste erlitten die Verkäufer, die mit dem Marktplatz zusammenarbeiten.

Vorsicht bei Prognosen

Budanow riet zudem, voreilige Einschätzungen und Prognosen zu den Mobilisierungsprozessen im Gebiet des Aggressorstaates zu vermeiden. Seine Worte unterstreichen die Notwendigkeit eines langfristigen Ansatzes bei der Bewertung der Situation und die Vermeidung von Spekulationen auf der Grundlage kurzfristiger Ereignisse.