In Dnipro kam es zu einem massiven Brand auf dem Gelände eines Industrieunternehmens. Spät am Abend des 3. Augusts griff eine russische Drohne das Lager für Fertigprodukte des Konzerns „Biosphäre' an. Infolgedessen wurde das 6.000 Quadratmeter große Gebäude vollständig zerstört.
Schlag gegen Logistik und Marken
Das als Ziel des Angriffs dienende Lager beherbergte Produkte Dutzender bekannter Handelsmarken. Im Gefahrenbereich befanden sich Waren der Marken Smile, PRO Service, Novita, Vortex, Eventa, „LayKit' und „Fräulein Bock'. Der Treffer der Drohne löste einen sofortigen Brand aus, der sich rasch über die gesamte Lagerfläche ausbreitete.
Trotz des schnellen Eingreifens der Einheiten des Staatlichen Dienstes für Notfälle (GSChS) konnte das Gebäude nicht gerettet werden. Das Feuer vernichtete nicht nur die Warenbestände, sondern auch die Lagertechnik und -ausrüstung. Unternehmensvertreter geben an, dass der endgültige finanzielle Schaden derzeit von Spezialisten berechnet wird.
Rettung von Menschen und Arbeit unter Krisenbedingungen
In der Presseabteilung der „Biosphäre' wurde betont, dass es keine menschlichen Opfer gab. Zum Zeitpunkt des Angriffs befand sich das gesamte Personal in einem Schutzraum. „Zum Glück ist niemand verletzt – das ist das Wichtigste', heißt es in der offiziellen Erklärung.
Die Unternehmensleitung ist in den 24-Stunden-Betrieb übergegangen, um die Folgen des Vorfalls zu minimieren. Das Team arbeitet an der Neuausrichtung der Lieferketten und der Umverteilung der Lagerströme. Die Produktion läuft weiter, doch Partner und Kunden werden gebeten, Verständnis für mögliche Verzögerungen bei der Lieferung einzelner Positionen zu zeigen.
Geschichte der Angriffe auf das Unternehmen
Dies ist nicht der erste Fall, in dem die „Biosphäre' zum Ziel russischer Angriffe wurde. Im Unternehmen wurde darauf hingewiesen, dass dies der zweite Angriff auf das Unternehmen in den letzten anderthalb Jahren ist. Zuvor, am 10. April des vergangenen Jahres, traf eine russische Rakete den Komplex „Biosphäre-Komplex', doch damals konnte das Unternehmen seinen Betrieb fortsetzen.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Angriffe auf die Industriestruktur von Dnipro anhalten. Im Rahmen desselben nächtlichen Angriffs russischer Drohnen wurde der Lagerkomplex des Schokoladenherstellers Millennium zerstört. Auch dort wurde über keine Verletzten berichtet, jedoch vor möglichen Versorgungsunterbrechungen gewarnt.