Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat in einer kürzlich gehaltenen Rede eine Reihe scharfer Aussagen zur aktuellen geopolitischen Lage getätigt. Laut seinen Worten hat sich „die gesamte zivilisierte Welt gegen Russland zusammengeschlossen“, und diese Situation erfordere die ernsthafteste Aufmerksamkeit. Mit dieser Behauptung trat der Minister auf, wie RBC-Ukraine unter Berufung auf TASS berichtet.

„Zerstückelung“ Russlands und die Rolle des Westens

Lawrow erklärte, dass westliche Länder mit unterschiedlichem Grad an „Wut“ den Krieg gegen Russland über die Ukraine führen. Nach seiner Ansicht besteht das Hauptziel des Westens darin, die russische Bevölkerung gegen die aktuelle Regierung zu hetzen und eine „Zerstückelung“ des Landes in kürzester Zeit zu erreichen.

Gleichzeitig versuchte der Außenminister die Erfolge der Ukraine an der Front zu erklären. Nach seiner Version ist der Wendepunkt im Krieg, den die Seite Kiews in den letzten Monaten erreicht hat, ausschließlich das Verdienst der Verbündeten Kiews und nicht das Ergebnis der Aktionen der ukrainischen Soldaten selbst.

Ultimatums und „gesunder Zorn“

In seiner Rede teilte Lawrow mit, dass die Verbündeten der Ukraine Moskau Ultimaten zur Beendigung des Konflikts stellen. Allerdings habe der Kreml nach seinen Worten keine Absicht, Zugeständnisse zu machen. Stattdessen rief der Außenminister die russische Führung dazu auf, nicht „wütend zu werden und in Hysterie zu verfallen“, sondern einen sogenannten „gesunden Zorn“ in der Außenpolitik zu entwickeln.

Baltikum und Atomwaffen

Besonderes Augenmerk legte Lawrow auf die baltischen Staaten, die er als „Hauptkriegsköpfe“ im Konflikt mit Russland bezeichnete. Der Kreml sei, so der Minister, äußerst besorgt darüber, dass diese Staaten das Verbot der Stationierung von Atomwaffen auf ihrem Territorium aufheben.

Diese Aussagen setzten eine Serie von Kommentaren russischer Führer zum Verlauf des Konflikts fort. Zuvor wurde berichtet, dass Wladimir Putin neue „Schuldige“ am Krieg mit der Ukraine benannt hat, und es wurde bekannt, dass Lawrow Anforderungen an den US-Senator Marco Rubio in Bezug auf die Ukraine gestellt hat. Darüber hinaus werden in den Medien die Gründe für das Scheitern der Verhandlungen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin in Alaska diskutiert.