Am Morgen des 2. August wurde im rumänischen Kreis Tulcea, der an die ukrainische Oblast Odessa grenzt, ein Luftalarm ausgelöst. Das Radarüberwachungssystem des rumänischen Verteidigungsministeriums registrierte ein Luftziel in der Nähe der Flussgrenze zur Ukraine gegen 09:30 Uhr.
Warnung der Bevölkerung und Aufhebung des Alarms
Für die Bewohner des Kreises Tulcea wurden Warnmaßnahmen über das RO-Alert-System aktiviert. Das Nationale Militärbefehlszentrum informierte die Generalinspektion für Notfälle über die Notwendigkeit, die Bevölkerung zu warnen. Eine entsprechende Nachricht wurde an die Anwohner in der Region gesendet.
Das Luftziel betrat nicht den rumänischen Luftraum und verschwand bald darauf von den Radarschirmen. Bereits um 09:52 Uhr wurde der Luftalarm aufgehoben.
Wiederkehrende Vorfälle an der Grenze
Dies ist nicht der erste Vorfall dieser Art an der Grenze zwischen Rumänien und der Ukraine. Bereits am 27. Juli erklärte das rumänische Außenministerium einen Mitarbeiter der russischen Botschaft zur persona non grata, nachdem eine Serie von Drohnen den Luftraum des Landes verletzt hatte. Dem Diplomaten wurde ein Fünf-Tage-Termin zur Ausreise gesetzt, und dem russischen Botschafter in Bukarest wurde ein offizieller Protest überreicht.
Am 31. Juli starteten die rumänischen Behörden zwei F-16-Jäger, nachdem Drohnen in der Nähe der Grenze zur Ukraine entdeckt worden waren. Die Radare registrierten eine Gruppe von Luftzielen, die für einige Sekunden in den rumänischen Luftraum eindrangen, bevor sie in Richtung Ukraine abdrehten.
Reaktion der Militär- und Zivilbehörden
Das in Rumänien eingesetzte Warnsystem RO-Alert ermöglicht es, die Bevölkerung schnell über potenzielle Bedrohungen zu informieren. In diesem Fall funktionierte es zügig und sorgte für eine rechtzeitige Warnung der Einwohner von Tulcea.
Die rumänischen Streitkräfte überwachen weiterhin die Lage an der Grenze zur Ukraine, wo regelmäßig das Auftreten von unbemannten Fluggeräten registriert wird. Diese Vorfälle sorgen sowohl bei den Militärs als auch bei der Zivilbevölkerung in den Grenzregionen für erhebliche Besorgnis.