Der nikolaiewer Verein „Niko-Basket“ hat eine seiner vielversprechendsten Spieler aus dem eigenen Nachwuchssystem verloren. Der Forward des Vereins und der Ukraine-U20-Nationalmannschaft, Maksym Hryschuk, verlässt die Mannschaft offiziell und wird in der kommenden Saison seine Karriere in den USA fortsetzen. Dies wurde durch einen Kommentar des Cheftrainers des nikolaiewer Teams, Walentin Berestnew, bekannt, der die Information im Sport RBC.UA-Format weitergab. Laut dem Trainer informierte Hryschuk den Verein über seine Entscheidung unmittelbar nach der Rückkehr von der U20-Europameisterschaft in Division B, bei der er im Aufgebot der Nationalmannschaft spielte.
Eine Einladung vom Southern Indiana University
„Maksym hat uns mitgeteilt, dass er seine Karriere in den USA fortsetzen wird. Er hat eine Einladung vom Southern Indiana University erhalten und möchte sich in der College-Liga versuchen. Obwohl wir einen Zweijahresvertrag mit ihm hatten, hat er sich für diese Entscheidung entschieden und wird in der nächsten Saison nicht bei uns spielen“, erklärte Berestnew. Damit entschied sich der 20-jährige Forward, nicht auf das Auslaufen des bestehenden Vertrags zu warten, und nutzte die Möglichkeit, in das amerikanische College-System zu wechseln, das traditionell als einer der besten Sprungbretter für junge Basketballer gilt, die den Profistreb anstreben.
Schlüsselspieler der U20-Europameisterschaft
Die Entscheidung Hryschuks ist vor dem Hintergrund seiner herausragenden Leistungen im Aufgebot der Ukraine bei der jüngsten U20-Europameisterschaft in Division B umso bemerkenswerter. In sieben Turnierspielen erreichte der Forward im Schnitt 16,9 Punkte, 8,9 Rebounds, 1,4 Assists und 1,4 Blocks pro Spiel. Seine Effizienzwertung (PER) betrug 21,1 – das beste Ergebnis im Kader der Nationalmannschaft. Vermutlich waren es genau diese Zahlen, die die Aufmerksamkeit der Scouts des amerikanischen Universitätsvereins auf sich zogen, der dem jungen Spieler einen Platz in seinem Programm anbot.
Massiver Spielerabgang aus „Niko-Basket“
Der Abgang Hryschuks ist nicht der einzige Kaderverlust des nikolaiewer Vereins vor der neuen Saison. Das Team verließen auch Kyrylo Neamtsu, Dmytro Lychyj und Anton Sturow. Dabei unterscheiden sich die Gründe der Trennung von jedem der Spieler erheblich. Dmytro Lychyj hat seinen Vereinswechsel offiziell vollzogen und ist kürzlich zum „Kyiw-Basket“ gewechselt. Die Situation mit Anton Sturow bleibt unklar: „Niko-Basket“ hat den Grund der Beendigung der Zusammenarbeit mit dem Basketballer noch nicht offengelegt und versprochen, in Kürze weitere Erklärungen zu liefern.
Neamtsu kämpft um sein Sehvermögen
Die dramatischste aller Kaderveränderungen war die Geschichte von Kyrylo Neamtsu. Grund für sein Fehlen im Kader des Vereins waren ernste gesundheitliche Probleme. Der Spieler wandte sich persönlich an seine Follower auf Instagram und teilte eine schwere Diagnose mit. „Kürzlich wurde bei mir ein Riss der Netzhaut des linken Auges und eine beginnende Netzhautablösung des rechten Auges festgestellt. Ich muss operiert werden, um mein Sehvermögen zu erhalten und weitere Komplikationen zu vermeiden“, schrieb Neamtsu. Der Basketballer gab zudem bekannt, dass die Gesamtkosten der notwendigen Behandlung 60.000 Hrywnia betragen, und rief zu einer Spendenaktion für die Operation auf. „Niko-Basket“ drückte seine Solidarität mit dem Spieler aus und wünschte ihm baldige Genesung.
Reaktion des Vereins und Wünsche für die Zukunft
Trotz des vorzeitigen Abgangs Hryschuks begegneten die Vereinsführung und das Trainerstab von „Niko-Basket“ der Entscheidung des Forwards mit Verständnis. Berestnew betonte, dass der Verein mit dem Fortschritt zufrieden sei, den Maksym während seiner Zeit im nikolaiewer Team gemacht habe, und wünschte ihm Erfolg auf der neuen Etappe seiner Karriere in der US-College-Liga. Für Hryschuk selbst bedeutet der Wechsel in ein Universitätsprogramm die Möglichkeit, auf einem höheren Konkurrenzlevel zu spielen, eine hochwertige physische und taktische Ausbildung zu erhalten sowie an Spielen teilzunehmen, die einem breiten Publikum übertragen werden. Dies kann seinerseits ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Profibasketball der höchsten Kategorie sein.