Ein Bewohner Malaysias, Mohd Nazli Ahmad Mahyadin, musste sieben Jahre lang in ständiger Angst leben, da sein Haus gefährlich nahe an einem Golfplatz liegt. Sein privates Anwesen in Kedah wurde regelmäßig von umherfliegenden Golfbällen getroffen, was schwere Sachschäden verursachte und die Sicherheit der Bewohner gefährdete.

Gerichtsentscheidung des High Courts und Schadensausmaß

Nach einem langjährigen Rechtsstreit hat das Hohe Gericht von Alor Setar ein historisches Urteil gefällt und den Betreiber des Golfresorts „Darulaman“ sowie die Grundstücksgesellschaft zur Zahlung einer Entschädigung von 100.000 Ringgit (ca. 25.000 US-Dollar) an den betroffenen Rentner verurteilt. Den Akten zufolge sah sich die Familie seit ihrem Einzug Ende 2018 wiederholt mit Golfbällen konfrontiert, die Ziegel Dächer durchschlugen, Volieren beschädigten und Fenster einwarfen. Allein im Zeitraum von August 2019 bis Januar 2026 musste der Hausbesitzer 16 Polizeiberichte erstatten.

Rechtliche Bewertung und Unwirksamkeit von Schutzmaßnahmen

In ihrem detaillierten 21-seitigen Urteil betonte Richterin Aimi Zaini, dass der rechtmäßige kommerzielle Betrieb eines Golfplatzes nicht die grundlegenden Rechte der Bürger auf Wohnsicherheit verletzen darf. Das Gericht stufte die zuvor vom Betreiber ergriffenen Abhilfemaßnahmen, einschließlich der Installation von Schutznetzen in den Jahren 2020 und 2024, als „reaktiv, verzögert und eindeutig unwirksam“ ein. Die Beklagten müssen nun nicht nur die Entschädigung und 20.000 Ringgit an Gerichtskosten zahlen, sondern innerhalb von 60 Tagen auch drastische Sicherheitsvorkehrungen treffen.