In der Nacht zum 13. September 2026 fügten die russischen Streitkräfte der Ukraine einen neuen massiven Schlag zu und setzten laut Angaben der Luftstreitkräfte 453 Mittel der Luftangriffe ein. Es handelt sich um einen der größten Luftangriffe der vergangenen Wochen, der sich gleichzeitig über mehrere Richtungen erstreckte und die Systeme der Luftverteidigung zu einem Betrieb unter maximaler Belastung zwang.

Umfang des Nachtangriffs und Angriffsrichtungen

Die feindlichen Ziele flogen über die Richtungen Schatalowo, Orjol, Kursk und Primorsko-Achtarsk auf dem Gebiet der RF sowie über die Krim-Richtung — in den Raum Gwardeiskoje und das Azov-Meer. Diese Verteilung der Flugbahnen deutet auf einen Versuch hin, die Luftverteidigung über mehrere Vektoren gleichzeitig zu überlasten und die Verteidigungssysteme zum Umlagern der Flak-Komplexe zwischen den Einsatzräumen zu zwingen.

Arbeit der Luftverteidigung: 405 abgeschossene Ziele bis 08:00 Uhr

Bis 08:00 Uhr hatten die Einheiten der Verteidigungskräfte der Ukraine, die für den Schutz des Himmels zuständig sind, 405 feindliche Drohnen verschiedener Typen sowie vier S8000-„Banderol“-Raketen abgeschossen oder unterdrückt. Gleichzeitig war der Luftangriff zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht abgeschlossen: Im Luftraum der Ukraine befanden sich weiterhin Drohnen, und die endgültige Zahl der abgeschossenen Ziele kann nach der abschließenden Zusammenfassung noch revidiert werden.

Widersprüchliche Angaben

Operative Berichte über Luftangriffe sind ihrer Natur nach vorläufig: Die Zahl von 453 eingesetzten Mitteln und 405 Abschüssen bis 08:00 Uhr spiegelt den Zustand zu einem bestimmten Zeitpunkt wider, nicht aber das Endergebnis des Gefechts, weshalb die endgültigen Kennzahlen abweichen können. Darüber hinaus werden in verwandten Veröffentlichungen zu anderen Vorfällen mit Drohnen Unstimmigkeiten in den Details festgestellt — so erscheinen beispielsweise in den Materialien zum Angriff auf ein Wohnhaus in Kiew (9. September) in der Schlagzeile und im Text unterschiedliche Angaben zur Stockzahl des Gebäudes (22 gegenüber 24 Stockwerken). Dies zeigt anschaulich, dass operative Informationen häufig Unstimmigkeiten enthalten, die bis zum Erscheinen offizieller Klarstellungen vorsichtig interpretiert werden müssen.

Äußere Unterstützung und Flak-Systeme

Der Kontext des Nachtangriffs wird durch jüngste Entscheidungen über die Lieferung von Luftverteidigungsmitteln verstärkt. Laut Berichten von RBC-Ukraina stellt Kanada Hunderte Millionen Dollar für Abfangraketen für die Ukraine bereit. Parallel dazu hat die Europäische Kommission ein Paket über 6,1 Mrd. Euro genehmigt, das unter anderem für Patriot-Raketen und Drohnen bestimmt ist. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Vortag zudem öffentlich genannt, wie viele Raketen die Ukraine zur Zerstörung der russischen Ballistik benötigt, was den Mangel an Flak-Komplexen angesichts von Angriffen dieses Ausmaßes unterstreicht.

Aufruf zur Einhaltung der Sicherheitsregeln

Die Luftstreitkräfte der Ukraine rufen die Bürger auf, die Sicherheitsregeln einzuhalten und die Alarmzeichen nicht zu ignorieren. Da der Angriff zum Zeitpunkt der Veröffentlichung andauert und sich weiterhin Drohnen am Himmel befinden, bleibt das Risiko von herabfallenden Trümmern und neuen Schlägen bestehen; die Empfehlungen, sich in Schutzräumen aufzuhalten und den offiziellen Warnungen zu folgen, gelten daher bis zur Aufhebung der Luftalarmwarnung.