Die Nacht vom 27. auf den 28. Juli wurde zu einer Zeit massiver Angriffe auf das Territorium der Ukraine. Die russische Seite setzte eine beispiellose Anzahl von Kampfdrohnen ein, um Schlüsselziele zu treffen. Die Luftstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte (AFU) berichteten von umfangreichen Maßnahmen zur Abwehr der Bedrohung, die von 18:00 Uhr bis in die frühen Morgenstunden andauerten.

Umfang der Luftinvasion

Laut Daten der Luftstreitkräfte der AFU, veröffentlicht von RBC-Ukraine, feuerte der Gegner 131 Kampfdrohnen auf das Staatsgebiet ab. Im Arsenal der angreifenden Seite kamen verschiedene Typen von Fluggeräten zum Einsatz, was die Aufgabe des Abfangens erschwerte. Dazu gehörten:

  • Drohnen vom Typ Shahed, einschließlich reaktiver Modifikationen;
  • „Gerbera“-Drohnen;
  • „Italmas“-Geräte;
  • „Parodia“-Imitatordrohnen.

Der Angriff war geografisch verteilt: Ziele wurden im Norden, Süden, Zentrum und Osten der Ukraine zerstört, was auf einen Versuch hindeutet, die Kräfte der gegnerischen Flugabwehr zu strecken.

Arbeitsweise der ukrainischen Flugabwehr

Die Flugabwehrsysteme der Ukraine zeigten unter den Bedingungen eines massiven Angriffs eine hohe Effizienz. Bis 08:00 Uhr am 28. Juli hatten ukrainische Truppen 107 feindliche Drohnen abgeschossen oder neutralisiert. Dies stellt die überwältigende Mehrheit der insgesamt gestarteten Ziele dar.

Dennoch gelang es trotz der heldenhaften Bemühungen der Flugabwehrmannschaften einigen Drohnen, die Verteidigung zu durchbrechen. Es wurden Einschläge von 16 Kampfdrohnen an insgesamt 9 verschiedenen Orten registriert. Darüber hinaus wurden an 6 weiteren Punkten Trümmer abgeschossener Geräte gefunden, was ebenfalls auf eine teilweise Zerstörung der Ziele oder das Herabfallen von Trümmern in Wohngebieten hindeuten könnte. Das volle Ausmaß der Folgen und die Art des verursachten Schadens werden noch geklärt.

Lage in Kiew und Aufklärungsoperationen

Besondere Aufmerksamkeit während des Angriffs galt der Lage in der Hauptstadt. In der Nacht zum 28. Juli unternahmen die Russen einen Versuch, Kiew anzugreifen, woraufhin im Stadtgebiet starke Explosionen zu hören waren. Die lokalen Behörden verkündeten eine Luftalarm und riefen die Einwohner auf, sich sofort in sicheren Unterkünften in Sicherheit zu bringen.

Parallel zu den Luftangriffen laufen auch andere militärische Operationen. Kürzlich wurde bekannt, dass Kämpfer der „Budanow-Einheiten“ drei Piloten der russischen Einheit „Rubikon“ liquidiert haben. Das Ereignis ereignete sich im vorübergehend besetzten Dniprorudne, was die Aktivität der ukrainischen Geheimdienste und Nachrichtendienste selbst im tiefen Hinterland des Gegners bestätigt.