Im autonomen Kreis Pingshui der Miao- und Tujavölker in der Stadt Chongqing ereignete sich eine Naturkatastrophe. Ein massiver Erdrutsch riss einen Teil des Bergabhanges ab und begrub einen Wohnbezirk, wodurch ein friedlicher Tag in ein Chaos von Rettungsarbeiten verwandelt wurde.

Aufnahmen des chinesischen Zentralfernsehens zeigen das Ausmaß des Unglücks: Riesige Felsbrocken und Tonnen Erde begruben mehr als zehn Wohnhäuser. Infolge des Vorfalls wurden viele Menschen in ihren Häusern eingeschlossen oder völlig von der Außenwelt abgeschnitten.

Mobilisierung der Rettungskräfte

Die Reaktion der Behörden erfolgte sofort. Direkt nach dem Alarm über den Notfall wurde am Ort des Geschehens eine großangelegte Such- und Rettungsaktion eingeleitet. Für die Arbeiten wurden 110 professionelle Retter entsandt. Zu den Teams gehörten nicht nur Rettungskräfte, sondern auch Ingenieure und Geologen, die für die Bewertung der Bodenstabilität und die Suche nach Vermissten notwendig waren.

Für die Arbeit unter schwierigen Bedingungen wurden 50 Sätze spezialisierter Such- und Rettungsausrüstung herbeigeschafft.

Energiekollaps und Arbeit der Versorger

Die Folgen des Erdrutsches betrafen nicht nur Wohngebäude, sondern auch kritische Infrastruktur. Die Erdrutschmassen begruben drei Strommasten, was zu einem vollständigen Stromausfall im betroffenen Gebiet führte. Dies erschwerte die Arbeit der Retter, da sie nachts auf Beleuchtung und Technik angewiesen waren.

Lokale Energieunternehmen mobilisierten umgehend Kräfte zur Wiederherstellung der Leitungen. 53 Mitarbeiter wurden eingesetzt, darunter 12 Reparaturfahrzeuge und ein Notstromfahrzeug.

Lage vor Ort

Nach den neuesten Angaben ist die genaue Zahl der Menschen, die sich noch unter den Trümmern befinden, bisher nicht bekannt. Die Retter arbeiten weiter, um zu den eingeschlossenen Bewohnern vorzudringen und die tatsächliche Lage in den begrabenen Häusern zu bewerten.