Ein Erdhügel auf einem perfekt geschnittenen Rasen oder mitten im Beet ist auf den ersten Blick ein Ärgernis, in Wirklichkeit aber ein Signal dafür, dass der Boden auf dem Grundstück gesund, feucht und reich an Insekten ist. Genau deshalb wählen Maulwürfe solche Flächen aus. Wichtig zu verstehen: Maulwürfe sind ausschließlich insektenfressende Tiere. Sie ernähren sich nicht von Pflanzenwurzeln, Zwiebeln oder Ihrer Ernte, doch ihr Vorhandensein verursacht erhebliche Schäden am Landschaftsbild. Wie man diese Tiere human vertreiben kann, erklärt das Projekt Styler (RBC-Ukraine) unter Berufung auf Empfehlungen von Martha Stewart.

Warum Maulwürfe den Rasen ruinieren, aber die Ernte nicht anrühren

Der Schaden durch Maulwürfe ist vorwiegend mechanischer Natur. Beim Anlegen von Tunnels auf der Suche nach Nahrung – Regenwürmern und Insektenlarven – reißt das Tier das Wurzelsystem von Gras und Büschen auf und hinterlässt Flecken abgestorbener Vegetation. Das zweite, weniger offensichtliche Problem: Bereits ausgebaute Maulwurfsgänge werden schnell von Mäusen und Wühlmäusen besetzt. Gerade diese sekundären Nagetiere vernichten mit der Zeit die Ernte von Möhren, Rote Bete und Blumenzwiebeln. Der Maulwurf selbst frisst also keine Ernte, aber er „baut die Infrastruktur“ für jene, die es tun.

Natürliches Repellent: Rizinusöl

Experten für Schädlingsbekämpfung raten, keine Zeit mit aggressiven Methoden zu verschwenden, sondern die Umgebung so zu verändern, dass sie für das Tier unzumutbar wird. Eines der wirksamsten natürlichen Repellents ist eine Rizinusöllösung. Das Besprühen des Bodens mit dieser Lösung überzieht die Insekten mit einem bitteren Film: Die Nahrung wird geschmacklos, und der Maulwurf wandert auf ein anderes Gebiet aus. Ehrlich gesagt: Die Formulierung „für immer vertreiben“, die oft in Überschriften verwendet wird, ist eher Marketing. In der Realität verschwindet das Tier nicht von der Erdoberfläche, sondern siedelt um, daher muss das Repellent aufrechterhalten und nicht nur einmalig angewendet werden.

Vibration, Bewässerungsregime und physische Barrieren

Maulwürfe besitzen ein überempfindliches Gehör, daher schaffen die Installation von Vibrations- oder Ultraschall-Stiften direkt in aktiven Tunnels für sie unzumutbare Lebensbedingungen. Auch die Änderung des Wasserrégimes wirkt: Die Tiere lieben überfeuchteten Boden, in dem sich leicht Tunnels graben lassen und in dem sich viele Würmer sammeln. Der Wechsel zu seltener, aber tiefer Bewässerung trocknet die oberste Bodenschicht aus und erschwert den Maulwürfen das Leben erheblich. Zum Schutz hoher Beete wird beim Formen auf den Boden ein verzinktes Metallgitter mit kleinen Maschen gelegt – Maulwürfe sind physisch nicht in der Lage, es zu durchbeißen.

Lebende Barriere am Rand

Am Rand des Gemüsegartens empfiehlt es sich, eine dichte Einfassung aus Ringelblumen oder dekorativem Lauch (Allium) zu pflanzen. Ihr intensiver Duft wirkt als zuverlässige natürliche Barriere, die diese Tiere zu umgehen versuchen. Dieser Ansatz entspricht vollständig der humanen Strategie: Statt Gift und Fallen wird die Umgebung einfach unangenehm für den Maulwurf, und er verlässt das Grundstück von selbst. Zuvor berichtete Styler auch über vier Büsche, die kategorisch nicht in der Nähe des Hauses gepflanzt werden sollten – diese Materialien ergänzen das Gesamtbild einer sinnvollen Begrünung des Grundstücks.