Der Madrider 'Real' hat den Transfer des 24-jährigen ukrainischen Verteidigers Max Schulga offiziell abgeschlossen. Die Vertragsunterzeichnung war die vierte Verstärkung des spanischen Riesen in der aktuellen Transferperiode und sorgte für große Resonanz in der Basketballwelt. Details zum Wechsel liefert Sport RBC.UA unter Berufung auf die renommierte Zeitung Diario AS.

Strategische Bedeutung des Transfers

Der Erwerb von Schulga hat für die 'Weißen' nicht nur sportliche, sondern auch rein regulatorische Bedeutung. In der spanischen Liga Endesa gelten strenge Limits für die Anzahl der Ausländer, es gibt jedoch eine Ausnahme für Spieler, die in lokalen Akademien ausgebildet wurden. Da Max seit seinem 11. Lebensjahr in den spanischen Basketballschulen 'Colegio Leones' und 'Torrelodones' trainiert hat, gilt er rechtlich als Produkt des nationalen Systems.

Dieser Status ermöglicht es dem 'Real', die obligatorische Quote für lokale Spieler zu erfüllen. Die Situation wurde kritisch nach der Verletzung von Usman Garuba und dem Weggang von Mario Hezonja. Der Transfer von Schulga entriegelt faktisch die Rotation der Madrilenen in der nationalen Meisterschaft und gibt dem Trainerstab die notwendige Flexibilität.

Der Weg von den USA nach Madrid

Die Karriere des Ukrainers in den USA war leuchtend und schnell. Er begann seinen Weg an den Universitäten von Utah und VCU (Virginia Commonwealth University), wo er die Aufmerksamkeit von NBA-Scouts auf sich zog. 2025 wurde Schulga an 57. Stelle gedraftet. In der vergangenen Saison agierte er unter einem Zweite-Vertrag bei den 'Boston Celtics', wobei er 11 Spiele in der NBA-Reguliersaison und 2 Playoff-Spiele bestritt.

Den Großteil seiner Spielpraxis sammelte er jedoch im Farmteam 'Maine Celtics' in der G-League. Dort sah seine Statistik beeindruckend aus: im Schnitt 15,7 Punkte und 6,7 Assists pro Spiel. Zudem gewann Schulga im Sommer 2026 den Titel der NBA Summer League, wo er für die 'Golden State Warriors' auflief.

Rechtliche Hürden und die Zukunft

Trotz sportlicher Bereitschaft muss der Spieler für die offizielle Registrierung in Europa eine komplexe rechtliche Frage mit der FIBA klären. Derzeit ist die Transferakte von Max aufgrund eines Streits mit dem ehemaligen Agenturbüro Sigma SRL blockiert. Das Agentur fordert die Zahlung von 180.000 Dollar für einen abgesagten Wechsel des Spielers an die Villanova University.

Nach der Klärung dieser Fragen wird Schulga in die Reihen der Madrilenen einsteigen, wo er die Tiefe der Rotation auf den Positionen des Point Guards und Shooting Guards sicherstellen wird. Er wird die Linie neben Stars wie Facundo Campazzo, Andres Feliz und Sergio Llull verstärken. Zuvor wurde berichtet, dass auch der ukrainische Nationalspieler und Center Dmytro Skapynzov nach Spanien wechselte, was den Madrider Klub zu einem der wichtigsten Anziehungspunkte für ukrainisches Basketballtalent in Europa macht.