Am 23. September 2026 um 19:00 Uhr (US-Ostküste) wird Meta-Chef Mark Zuckerberg die jährliche Konferenz Meta Connect eröffnen, die nach Einschätzung von Branchenbeobachtern zu den inhaltlich dichtesten Präsentationen des Jahres im Bereich Wearables und künstlicher Intelligenz werden könnte. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Verweis auf eine Aussage Zuckerbergs selbst auf Instagram. Unmittelbar nach der Keynote beginnen am Folgetag die Fachsessions für Entwickler, was auf den Umfang der geplanten Ankündigungen hindeutet: Das Unternehmen beabsichtigt, gleichzeitig das Sortiment der Smart-Brillen zu erweitern, neue KI-Veröffentlichungen vorzustellen und die lang ersehnten Hardware-Geräte zu präsentieren.

Brillen ohne Kamera: Fokus auf Privatsphäre

Eine der am meisten diskutierten strategischen Entscheidungen von Meta ist die Entwicklung von Smart-Brillen ohne integrierte Kamera. Laut verfügbaren Informationen werden diese Geräte in zwei stilistischen Varianten erscheinen und zusätzliche Mikrofone für die Interaktion mit dem KI-Assistenten erhalten. Der Verzicht auf den optischen Modus ermöglicht es, die Fassungen deutlich dünner zu gestalten und optisch näher an herkömmliche Brillen heranzuführen, zugleich wird die Welle der Kritik rund um Datenschutz und Vorfälle mit verdeckter Aufnahme, die frühere Gerätegenerationen begleiteten, verringert. Meta-CTO Andrew Bosworth hatte zuvor bereits darauf hingewiesen, dass das Unternehmen separate Erklärungen und Maßnahmen gegen Personen vorbereitet, die versuchen, die LED-Anzeigen, die den Kamerabetrieb signalisieren, zu verkleben oder zu modifizieren.

Hypernova 2, Ray-Ban und das Phoenix-Rätsel

Neben den „kamerafreien“ Modellen wird ein Update der Kollaboration mit Ray-Ban erwartet sowie mögliche Ankündigungen der nächsten Gerätegeneration mit in die Linsen integrierten Displays – der Plattform, die unter dem internen Codenamen Hypernova 2 bekannt ist. Die größte Hardware-Intrige der Veranstaltung gilt der leichten Mixed-Reality-Brille mit dem Codenamen Phoenix. Bilder des Geräts sind kürzlich in internen HorizonOS-Updates aufgetaucht: Sie zeigen ein schlankes Gerät, das eine kabelgebundene Verbindung zu einem separaten kompakten Block nutzt. Vorläufig wird die Brille auf Augen- und Handverfolgung statt klassischer Controller setzen und zu den ersten Plattformen auf Basis des neuesten Qualcomm-Snapdragon-Reality-Elite-Chips gehören.

KI-Agent Muse und das Ökosystem

Angesichts der massiven Welle von Updates im Bereich künstlicher Intelligenz wird das Unternehmen besonderes Augenmerk auf seinen KI-Agenten Muse legen, dessen Integration mit den Smart-Brillen in Kürze erfolgen soll. Die Entwickler erwartet zudem Neuigkeiten zur Erweiterung der Unterstützung für Drittanbieter-Apps im Ökosystem der Smart-Brillen sowie zum Update des virtuellen Raums und zu den Entwicklungsperspektiven der holografischen Avatare, die erstmals im Orion-Prototyp vorgestellt wurden. Die Gesamtheit dieser Ankündigungen zeigt, dass Meta auf die Kombination „Brille + KI-Agent + Mixed Reality“ als zentrale Achse seiner Produktstrategie für die kommenden Jahre setzt.