Der Beginn des neuen Schuljahres 2026 hat die Frage nach der Wohnungssuche für Studienbewerber und Studierende erneut aktuell gemacht. Vor dem Start des Studiums zeigt der Wohnungsmarkt eine deutliche Dynamik, die direkt vom geografischen Standort der Universitäten und der Sicherheitslage in den Regionen abhängt. Laut einer Studie von OLX Immobilien, die von RBC-Ukraine veröffentlicht wurde, variieren die Mietpreise für Wohnungen und Zimmer in Städten mit Top-Universitäten zwischen 2.500 und 22.000 Hrywnja pro Monat.
Führende Städte bei den hohen Preisen: Uschgorod und Lwiw
Analysten haben ein Ranking der Städte erstellt, in denen die 20 besten Universitäten der Ukraine liegen, und die Mieten für Einzimmerwohnungen analysiert. Führend bei den hohen Wohnkosten im Juni 2026 war Uschgorod. Die Medianmiete für eine Einzimmerwohnung erreichte hier 22.133 Hrywnja pro Monat. Das sind 18 % mehr als im Vorjahr, was auf eine hohe Nachfrage nach Wohnraum in den westlichen Regionen hinweist. Den zweiten Platz belegte Lwiw mit 20.168 Hrywnja (+15 % im Jahresvergleich), gefolgt von Kiew, wo die Miete 17.000 Hrywnja beträgt (+6 %).
Es ist erwähnenswert, dass sich Iwano-Frankiwsk in Bezug auf die Preisniveau schnell der Hauptstadt annähert. Die Medianmiete dort erreichte 16.500 Hrywnja, wobei die Preise im Jahresverlauf um 27 % gestiegen sind. In Tscherniwzi wird die Miete für eine Einzimmerwohnung mit 13.458 Hrywnja (+19 %) bewertet, in Dnipro und Odessa liegen sie jeweils bei 12.000 Hrywnja (+20 %). In Riwne blieben die Preise auf dem Niveau des Vorjahres bei 12.000 Hrywnja.
Der Markt in den Grenzregionen: Erholung und Erschwinglichkeit
Die niedrigsten Mieten für Wohnungen wurden in Sumy und Charkiw registriert – jeweils 7.000 Hrywnja pro Monat. Die Dynamik in diesen Städten unterscheidet sich jedoch grundlegend. In Sumy sind die Preise im Jahresverlauf um 7 % gesunken, während sie in Charkiw sofort um 56 % gestiegen sind. Experten führen diesen starken Anstieg in Charkiw auf die schrittweise Erholung des Immobilienmarktes und die Rückkehr der Menschen in die Stadt nach einer Phase der Instabilität zurück.
Analysten betonen, dass die Mieten im Jahr 2026 nicht nur von der Anzahl der Bildungseinrichtungen oder der Größe der Stadt abhängen, sondern auch vom Sicherheitsfaktor. Deshalb bleiben die Städte im Westen der Ukraine die teuersten für die Miete, während in den Grenzregionen die Wohnungen deutlich günstiger sind, auch wenn sie in einigen Standorten ein Wachstum zeigen.
Zimmermiete als Alternative für Studierende
Für diejenigen, die sparen möchten, bleibt die Anmietung eines Zimmers eine beliebte Option. Auch hier ist Uschgorod die teuerste Stadt – die Medianmiete beträgt 6.500 Hrywnja pro Monat (+18 %). In Lwiw kostet ein Zimmer 5.000 Hrywnja, und dieser Preis hat sich im Jahresverlauf nicht verändert. In Iwano-Frankiwsk und Tscherniwzi beläuft sich die Zimmermiete auf 4.500 bzw. 4.626 Hrywnja.
In Kiew, Dnipro und Riwne kostet die Zimmermiete etwa 4.000 Hrywnja. Dabei ist der Preis in Dnipro um 14 % gestiegen, in Riwne um 8 %, während er in Kiew im Gegenteil um 5 % gesunken ist. Die günstigsten Optionen für Studierende befinden sich in Odessa und Charkiw, wo man ein Zimmer für 3.000 Hrywnja mieten kann. Die niedrigste Medianmiete für ein Zimmer wurde in Sumy registriert – nur 2.500 Hrywnja.
Digitalisierung der Dienstleistungen für Studienbewerber
Neben der Wohnungssuche stehen Studierenden im Jahr 2026 vereinfachte Registrierungsverfahren zur Verfügung. RBC-Ukraine berichtete zuvor über den Start eines Online-Services zur Änderung des Registrierungsorts von Studierenden in Wohnheimen auf dem Portal „Diia“. Nun können einige Studierende die Änderung ihres Wohnsitzes auf Distanz vornehmen, ohne den ZNAP (Zentrum für öffentliche Dienstleistungen) aufsuchen und Papierdokumente einreichen zu müssen, was bei einem Umzug in eine andere Stadt erheblich Zeit spart.