Der September ist Hochsaison für jeden, der ein eigenes Grundstück bewirtschaftet: Es wird in großem Stil geerntet, Sträucher zurückgeschnitten und der Boden auf den Winter vorbereitet. Damit das geerntete Gemüse länger haltbar bleibt und mehrjährige Pflanzen die Kälte gut überstehen, sollten die Gartenarbeiten mit den natürlichen Biorythmen abgestimmt werden. Das Lifestyle-Projekt Styler (RBC-Ukraine) hat den Mond-Pflanzkalender für September 2026 veröffentlicht, der Tag für Tag auflistet, was im Gemüsegarten gemacht werden darf und was besser aufgeschoben werden sollte.
Ernte und Schnitt: Wenn der Saft in die Wurzeln sinkt
Laut Kalender fallen die besten Zeiten für die Ernte von Wurzelgemüse und Kartoffeln sowie für den Herbstschnitt von Rosen und Obstbäumen in die Phasen, in denen der Pflanzensaft zu den Wurzeln hin absinkt. In dieser Phase werden Schnitte von der Pflanze weniger traumatisch verarbeitet, sodass der Schnitt „leichter“ verläuft und besser bis zum Winter ausheilt.
Ruhephasen und Ansaat von Gründüngung
In den Phasen vollständiger Ruhe sind die Pflanzen maximaler Belastung ausgesetzt, daher sollten alle Arbeiten mit Gartenschere, Schaufel oder Hacke vollständig aufgeschoben werden. Genau in diesem Zeitfenster ist es jedoch ideal, Winterkulturen und Gründüngungspflanzen – Senf und Roggen – auszusäen sowie den Boden aktiv mit natürlichen Düngern zu versorgen, die bis zum Einsetzen der Kälte noch „wirken“ können.
Wichtige Daten im September 2026
Als besonders günstig bezeichnet Styler den 1., 3., 12., 13., 18., 19., 21., 24. und 28. September: An diesen Tagen, so die Autoren, gehen die ausgesäten Gründüngungspflanzen schnell in die Entwicklung, und die geerntete Ernte verdirbt nicht. Als neutral gelten der 4., 5., 15., 16., 22. und 23. September – sie können der Routine gewidmet werden: dem Aufsammeln von Laub und der Kompostvorbereitung. Als ungünstig erklärt der Kalender den 7., 10., 11., 14. und 26. September, wenn das Risiko, das Wurzelsystem zu schädigen, besonders hoch ist.
Spätgemüse: Tomaten und Zwiebeln
Im September sollten späte Gemüsesorten besondere Aufmerksamkeit erhalten. Damit grüne Tomaten zu Hause erfolgreich nachreifen und die geernteten Zwiebeln bis zum Frühling ohne Keimung halten, sollten sie ausschließlich bei abnehmendem Mond und trockenem Wetter geerntet werden. Vor der Lagerung empfiehlt es sich, die Zwiebeln einige Tage in der Sonne oder in einem gut belüfteten Raum zu trocknen und dabei zu vermeiden, dass das Gemüse mit feuchter Erde in Kontakt kommt.
Widersprüchliche Angaben
Wichtig zu beachten ist, dass Mond-Pflanzkalender keinen einheitlichen Standard darstellen: Verschiedene Verlage und Astrologen gruppieren die „günstigen“ und „verbotenen“ Tage unterschiedlich, gestützt auf ihre eigenen Berechnungsschulen, daher können die Listen der günstigen und ungünstigen Daten in den Veröffentlichungen voneinander abweichen. Darüber hinaus ist aus Sicht der evidenzbasierten Agronomie der Einfluss der Mondphasen auf Ertrag und Pflanzenwachstum durch wissenschaftliche Studien nicht bestätigt, und die Empfehlungen eines solchen Kalenders sind empfehlender, nicht verbindlicher Natur. So interpretiert die eine Sichtweise die Septemberdaten als strenge Arbeitsvorschrift, die andere als traditionellen Orientierungsrahmen, der mit der Agrotechnik und dem Wetter abzustimmen ist, nicht aber diese zu ersetzen.