Im monobank-Kind-App wurde eine neue Funktion eingeführt – der Button „Geld bei den Eltern anfragen“. Kinder müssen nun nicht mehr auf den passenden Moment warten, um Geld für Süßigkeiten oder andere Kleinigkeiten zu erbitten: Ein einziger Tipp im App genügt. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Verweis auf eine Telegram-Publikation von monobank-Chef Oleh Horochowski, in der er die Logik der Neuerung erklärt und betont, dass Kinder früher „die Eltern im richtigen Moment erwischen“ mussten, erklären, wie viel und wofür sie Geld brauchen, während der Prozess nun auf ein Minimum reduziert ist.
So funktioniert die Funktion
Das Funktionsprinzip ist laut Horochowski denkbar einfach: Das Kind tippt auf den Button, gibt den gewünschten Betrag an und fügt bei Bedarf einen Kommentar hinzu. Die Eltern erhalten eine Benachrichtigung in ihrem App und können das Geld entweder auf die Kinderkarte überweisen oder die Anfrage ablehnen. Für die Antwort stehen den Eltern 24 Stunden zur Verfügung, was ihnen Zeit gibt, die Anfrage zu überdenken, statt impulsiv zu entscheiden.
Einschränkungen für Kinder
Damit die Funktion nicht zum Instrument ständigen Drucks auf die Eltern wird, wurde ein strenger Limit eingeführt: Das Kind kann höchstens fünf Anfragen pro Tag stellen. Wie Horochowski anmerkt, geschieht dies „um nicht zu übertreiben“, und das Taschengeld sei „nie so bequem“ gewesen. Der Bank baut das Produkt damit ein Element der elterlichen Kontrolle und Disziplin ein, nicht nur die Freiheit des Kindes.
Kontext: 11 Millionen Kunden
Der Start der Funktion erfolgt vor dem Hintergrund der Skalierung der Bank: In der vergangenen Woche erreichte monobank die Marke von 11 Millionen Kunden. Trotz des Krieges und der damit verbundenen Einschränkungen arbeitet das Team, eigenen Angaben zufolge, täglich an der Weiterentwicklung des Produkts und der Erweiterung des Dienstleisterspektrums für verschiedene Altersgruppen der Nutzer.
monoBasar und die Erweiterung des Ökosystems
Der neue Button ist Teil einer breiteren Strategie von monobank zur Vertiefung der Anwendungsszenarien des Apps. Zuvor hatte die Bank eine eigene Plattform für den Verkauf von Dingen gestartet – monoBasar, auf der Nutzer sicher Waren mit Ratenzahlung und minimaler Provision verkaufen und kaufen können. Die Gesamtheit solcher Werkzeuge verwandelt das App in eine vollständige finanzielle und alltagsnahe Umgebung, in der Kinderkarten nicht mehr bloß eine „Sparbüchse“ sind, sondern ein Kanal für gesteuerte Mikroüberweisungen zwischen den Generationen.