Bei den Streitkräften der Ukraine wurde die Entscheidung getroffen, die Nachschubversorgung des Personals in den Sturmtruppen der Landstreitkräfte vorübergehend auszusetzen. Dies meldet eine Quelle im Generalstab der Streitkräfte der Ukraine. Laut den erhaltenen Informationen trat das Moratorium für die Entsendung neuer Soldaten in die Sturmtruppen am 26. Juli in Kraft.

Details der Anweisung des Oberbefehlshabers

Die Entscheidung zur Aussetzung der Aufstellung wurde vom neuen Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, Generalmajor Michail Drapaty, initiiert. Die Information über die Direktive, die fünf Tage nach Amtsantritt von Drapaty erlassen wurde, wird nicht nur von Quellen im Hauptquartier, sondern auch von Vertretern dreier Sturmbataillone bestätigt.

Ende Juli wurde der Prozess der Überführung von Marsch-Nachschub in die Sturmstrukturen eingestellt. Das bedeutet, dass Rekruten aus Ausbildungszentren sowie mobilisierte Fachkräfte vorübergehend nicht in diese Einheiten entsendet werden, um Verluste auszugleichen.

Gründe und Ziele des Audits

Der Generalstab erklärt, dass diese Maßnahme nicht auf eine Einstellung der Aktivitäten der Sturmformationen hindeutet. Im Gegenteil, es handelt sich um einen Schritt, der darauf abzielt, eine gründliche interne Prüfung und Inventarisierung der menschlichen Ressourcen durchzuführen.

Das Kommando hat sich zum Ziel gesetzt, die aktuelle Situation bei der Aufstellung detailliert zu analysieren. Insbesondere bewerten die Spezialisten:

  • Die tatsächliche quantitative und qualitative Zusammensetzung jeder Einheit;
  • Die Effektivität des Einsatzes der Sturmtruppen während der vorherigen Kampfoperationen;
  • Die Disproportion bei der Verteilung des Personals zwischen den rückwärtigen Diensten und der Frontinfanterie;
  • Die dringenden Bedürfnisse der Verteidigungsstellungen an verschiedenen Abschnitten der Front.

Strategischer Kontext

Die Entscheidung über das Moratorium korreliert mit den Ergebnissen der Sitzung des Stabes des Obersten Oberbefehlshabers, die am 31. Juli stattfand. Während des Berichts an Präsident Wolodymyr Selenskyj über die Lage in den Gebieten Slawjansk, Konstantyniwka und im Saporoger Sektor betonte General Drapaty die Notwendigkeit einer technologischen Eindämmung des Gegners.

Anstatt des traditionellen Ansatzes zur Verteidigung von Linien wechselt die Armee zu einer Strategie, die auf die Erweiterung von Programmen zur elektronischen Kampfführung (EKF) und die beschleunigte Übertragung von FPV-Drohnen direkt an die Brigaden setzt. Parallel dazu wurde ein Prozess der finanziellen Motivation gestartet: Ein neues Gehaltsgefüge mit erheblichen Boni für die Eroberung von Positionen und die Zerstörung von Technik wurde genehmigt, was darauf abzielt, den Fokus von der Masseneinberufung auf gezielte professionelle Effektivität zu verlagern.

Vorläufige Daten deuten darauf hin, dass der Personalaudit mehrere Wochen dauern wird. Nach dessen Abschluss plant der Oberbefehlshaber, einen aktualisierten Plan zur Reform der Struktur der Verteidigungskräfte vorzulegen, der darauf abzielt, die Effektivität der Sturmtruppen zu steigern.