Am Freitag, dem 31. Juli 2026, wurden in Slawjansk in der Oblast Donezk massive Explosionen registriert. Die russische Luftwaffe griff die Stadt an, was Teil einer allgemeinen Tendenz zur Intensivierung der Angriffe auf die Slawjansk-Kramatorsk-Agglomeration war. Im Informationsraum tauchten Berichte über den Einsatz einer extrem leistungsstarken Sprengkopfvariante auf, doch die offiziellen Daten erfordern eine Klärung der Details des Vorfalls.
Nach Ergebnissen einer Faktenprüfung auf Basis von Daten der Oblaststaatsanwaltschaft Donezk und des Staatlichen Dienstes für Notfälle (DSNS) wurden Gerüchte über den Einsatz einer gelenkten Luftmine KAB-1500 widerlegt. Die offizielle Zusammenfassung bestätigt den Einsatz von drei gelenkten Luftminen (UAB) kleineren Kalibers. Der Einsatz einer 1,5-Tonnen-Bombe hätte zu einer massiven Zerstörung von Wohnvierteln geführt, was jedoch nicht registriert wurde.
Infolge des Luftangriffs durch Su-34-Kampfflugzeuge erlitten Objekte im privaten Sektor und in der Industriezone Schäden. Zwei Privathäuser wurden vollständig zerstört, sechs weitere Gebäude erlitten schwere Schäden: Fenster wurden eingedrückt, Fassaden zerstört und Dächer abgedeckt. Rettungsteams löschten die Brände schnell. Zum Glück gibt es derzeit keine bestätigten Daten über Tote oder Verletzte unter der Zivilbevölkerung – die Bewohner der zerstörten Häuser hatten die Gebäude vor dem Schlag verlassen.
Die operative Lage in Slawjansk bleibt kritisch. Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete Slawjansk und Konstantyniwka während einer Sitzung des Obersten Kommandos als Zonen maximaler defensiver Spannung. Der neue Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, Generalmajor Mychajlo Drapatyj, hob in seinem Bericht die Schwierigkeit hervor, die Linien unter intensivem Luftdruck zu halten.
Infolge einer Personalüberprüfung und der Aussetzung der Entsendung neuer Nachschubtruppen in Sturmregimenter wechseln die Verteidigungskräfte in der Region zu einer Taktik der tiefen technologischen Verteidigung. Zusätzliche Komplexe der elektronischen Kampfführung (RAB) werden dringend in die Stadt verlegt. Militärexperten weisen jedoch auf die begrenzte Effektivität von Kuppelsystemen der elektronischen Kampfführung gegen schwere Gleitbomben hin. Das einzige zuverlässige Schutzmittel in diesem Fall bleibt der Einsatz von Langstrecken-Luftabwehrsystemen, die Bomber vor dem Abwurf der Munition abfangen können.
