In der Nacht zum 20. September 2026 wurden Moskau und die Region Moskau einem der größten Drohnenangriffe seit Beginn des Konflikts ausgesetzt. Laut Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin waren rund 450 Drohnen auf der Stadt unterwegs. Nach dem Einschlag brachen in verschiedenen Stadtteilen Moskaus und der Region Moskau Brände aus, und Aufnahmen von den Einsatzorten verbreiteten sich massenhaft in sozialen Netzwerken und Telegram-Kanälen. Die russischen Behörden beschreiben die Operation als die größte je in Bezug auf die Anzahl der eingesetzten Geräte, jedoch lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine unabhängige Bestätigung dieser Zahl vor.
Brand an der Moskauer Raffinerie
Das wichtigste bestätigte Ziel war die „Gazpromneft-Moskauer Raffinerie“ im Kaptown-Rajon. Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte teilte mit, dass nach dem Einschlag auf dem Betriebsgelände ein großflächiger Brand ausbrach. Laut Angaben des Ministeriums wurden gleich drei Produktionsanlagen getroffen: die Primärumwandlungsanlage AWT-6, die integrierte Erdölverarbeitungsanlage und die Isomerisierungsanlage. Aufnahmen mit Flammen auf dem Fabrikgelände wurden von regionalen Telegram-Kanälen veröffentlicht, die ein intensives Brennen im Industriegebiet festhielten.
„Sadowod“ und der Technologiepark „Sofino“ unter Beschuss
Eines der betroffenen Objekte war der Moskauer Großmarkt „Sadowod“. Laut Angaben des Telegram-Kanals ChTD war im Bereich des ersten Gebäudes Rauch zu sehen, einige Geschäfte waren geschlossen; Videoaufnahmen des Einschlags auf dem Gelände veröffentlichte der Kanal ASTRA. Bemerkenswert ist, dass der Markt bereits im Juni in die Angriffszone geraten war, als auf dem Gelände des Einkaufszentrums ebenfalls ein Brand gemeldet wurde. In der Region Moskau umfasste der massierte Einschlag ein Lagerkomplex im Technologiepark „Sofino“ mit einer Fläche von rund 826–850 Tausend Quadratmetern, in dem laut Berichten Verteil- und Lagerobjekte großer Unternehmen untergebracht sind – Lamoda, Jandex, Wildberries, Bosch/Siemens.
Erklärung Selenskyj zu den Drohnentypen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte mit, dass im Rahmen der Operation unter anderem FP-1, RZ-100, MICH-2000, „Paljanyzja“, Vendetta, „Februar“, „Bars“, „Flamingo“, „Januar“ und Pelican eingesetzt wurden. Die Aufzählung eines breiten Spektrums an Gerätetypen deutet auf eine kombinierte Taktik hin: die Kombination kleiner Kamikaze-Drohnen und größerer Plattformen, die in der Lage sind, eine Kampfladung zu industriellen Objekten zu transportieren.
Widersprüchliche Daten
Die Versionen der Parteien weichen in einigen Details voneinander ab. Die Zahl der eingesetzten Drohnen (450) wurde vom Moskauer Bürgermeister genannt und von unabhängigen Quellen nicht bestätigt; die ukrainische Seite veröffentlicht keine vergleichbare Zahl. Außerdem fehlt im Hauptstrom der Meldungen über Brände und Infrastruktur Schäden die Information über menschliche Opfer, während eine Reihe von Medien (darunter das moldauische esp.md) über zwei Todesopfer infolge des Angriffs berichtet. Diese Diskrepanzen erfordern eine zusätzliche Verifizierung, daher werden die entsprechenden Details mit Vorbehalt angegeben.