Der ukrainische Hammerwerfer Mychajlo Kochan zog in einem Interview mit Sport RBC.UA Bilanz über die abgelaufene Saison, in der er seine persönliche Bestleistung auf 82,38 Meter verbesserte, und sprach darüber, wie er die Vorbereitung auf die Höhepunkte des Jahres 2027 gestalten wird. Der 25-jährige Athlet verschwieg nicht, dass er mit der zweiten Saisonhälfte nicht ganz zufrieden war, betonte jedoch: Das Team hat die Fehler bereits analysiert und weiß, was korrigiert werden muss.
Saisonbilanz: Erste Hälfte gelungen, zweite bedarf Nacharbeit
Auf die Frage nach einer globalen Einschätzung der Saison antwortete Kochan, sie sei «fast gelungen». «Die erste Hälfte auf jeden Fall, und an der zweiten müssen wir noch ein wenig arbeiten. Prinzipiell haben wir bereits eine Analyse durchgeführt und festgestellt, was schiefgelaufen ist. Daher werden wir diese Nuancen im nächsten Jahr berücksichtigen und unseren Plan in die Realität umsetzen», erklärte der Athlet. Seiner Ansicht nach bestätigt das Wachstum der Ergebnisse allein schon, dass die Arbeit in die richtige Richtung geht.
Rekord von 82,38: Zeichen des Wachstums und Entspannungsfaktor
Der Sportler kommentierte separat den Einfluss seiner persönlichen Bestleistung auf seinen Zustand. Er gab zu, dass die Marke von 82,38 Metern ihn «ein bisschen entspannt» habe, betonte aber gleichzeitig: «Diese 82,38 haben gezeigt, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen, und das ist das Wichtigste.» Seiner Meinung nach müsse man die Saison und die Vorbereitung «bis zum Ende durchziehen», und das Team wisse genau, wie man das aktuelle Ergebnis übertreffen kann.
Vorbereitung auf 2027: Zwei wichtige Höhepunkte
Mychajlo erzählte, dass die Nebensaison bereits begonnen hat und die Vorbereitung auf die nächste Saison sich um zwei Hauptwettbewerbe drehen wird: die Europaspiele im Juni und die Weltmeisterschaften im September. Genau auf diese Wettkämpfe werden sich der Athlet und sein Trainerteam gezielt vorbereiten.
Trainingswürfe, Trainingslager und Akklimatisierung
Im Training erreichen die Maximawürfe laut Kochan etwa 77 Meter: «Dort wird an der Technik gefeilt, während bei Wettkämpfen dann die Kraft hinzukommt.» Was den Trainingsort im Winter betrifft, plant er, mit Unterstützung des Ministeriums für Jugend und Sport der Ukraine im Ausland zu trainieren. Kochan wies darauf hin, dass das Team in diesem Jahr nach der Europameisterschaft im August in die Ukraine zurückkehrte und weitere Wettkampfreisen mit mehr als 20 Stunden Fahrzeit verbunden waren, was die Erholung erschwerte. Mit der Akklimatisierung in verschiedenen Ländern gibt es bisher keine Probleme: «Ich bin erst 25 Jahre alt, daher fällt mir die Akklimatisierung im Moment noch leicht.»
Ernährung: Fünf Mahlzeiten am Tag
Auf die Frage nach seiner Ernährung beschrieb der Athlet seinen Tagesablauf: Frühstück, Mittagessen, ein Snack nach dem Mittagsschlaf, eine Mahlzeit nach dem zweiten Training und das Abendessen gegen 23:30 Uhr. Das macht insgesamt fünf Mahlzeiten, davon drei vollwertige und zwei zusätzliche.
Olympische Küche: Tokio und Paris 2024
Das Gespräch endete mit Eindrücken vom Essen bei den Olympischen Spielen. Kochan nannte die Organisation in Tokio «Top» und hob in Paris 2024 die Vielfalt hervor: «Heute kannst du asiatische Küche probieren, morgen europäische, übermorgen amerikanische. Man konnte das problemlos kombinieren, alles war lecker.»