Der britische Nachrichtendienst hat eine beunruhigende Warnung ausgesprochen: In den nächsten zwei Monaten könnte Russland direkte Maßnahmen gegen die NATO ergreifen. Quellen zufolge plant Wladimir Putin, die Entschlossenheit der neuen britischen Regierung unter Andy Burnham zu testen und dabei den Moment zu nutzen, in dem die Aufmerksamkeit von Donald Trump auf die Situation im Iran gerichtet ist.
Strategie des Drucks auf die neue Regierung
Der Wechsel des Premierministers in London wurde von Moskau als Signal wahrgenommen. Die Nachrichtendienste sind der Ansicht, dass der Kreml versucht, mögliche Uneinigkeiten zwischen der alten und der neuen Regierung herauszufinden sowie die Bereitschaft Burnhams zu einem harten Widerstand zu bewerten. Die Lage wird durch die Einschätzung der Analysten verschärft, dass auch in der Führung der Ukraine Anzeichen von Spaltungen zu beobachten sind, was Putin zusätzliche Druckmittel in die Hand gibt.
Eine Quelle des Nachrichtendienstes erklärte: „Es besteht derzeit die feste Überzeugung, dass Putin in den nächsten zwei Monaten eine Form der direkten Konfrontation mit der NATO vorbereitet.“ Experten verbinden dies mit der Enttäuschung des russischen Führers im Verlauf des Krieges in der Ukraine. Wenn sich die Dynamik auf dem Schlachtfeld nicht ändert, könnte der Krieg verloren gehen, und der Kreml sucht nach Wegen, die Situation durch externe Provokationen zu wenden.
Neue Routen der „Schattenflotte“ und militärische Übungen
Russland hat bereits begonnen, die Ressourcen der britischen Verteidigung zu strapazieren. Insbesondere hat Moskau seine „Schattenflotte“ von Öltankern umgeleitet. Zuvor nutzten Schiffe, die Millionen Barrel Öl unter Umgehung der Sanktionen transportierten, den Ärmelkanal, doch nachdem einer der Tanker von britischen Marinesoldaten abgefangen wurde, änderte sich die Route. Nun steuern die Öltanker über die Gewässer nördlich der Shetlandinseln in den Atlantik und belasten damit die Überwachung abgelegener Gewässer.
Gleichzeitig eskaliert die militärische Aktivität. Kurz nachdem Andy Burnham sein Amt als Premierminister angetreten hatte, führte ein russischer Fregatte Übungen mit Schusswaffen nur 46 Meilen südlich von Plymouth durch. Diese Aktion wurde als Machtdemonstration und als Test der Reaktion der britischen Marine wahrgenommen.
Gefahr durch den Iran und die Antwort Londons
Die Lage in der Region wird durch die Spannungen rund um den Iran verkompliziert. Teheran drohte, britische Basen anzugreifen, die es als „legitime Ziele“ ansieht, weil diese den Einsatz amerikanischer Bomber von ihrem Territorium aus erlaubten. Als Reaktion auf diese Drohungen aktivierten die britischen Geheimdienste eine großangelegte geheime Operation zum Schutz der RAF-Basis Fairford.
Der neue britische Verteidigungsminister Wes Streeting besprach die Situation mit seinem amerikanischen Kollegen Pete Hegseth und konzentrierte sich dabei auf die Sicherheit der Straße von Hormus und Verteidigungsinvestitionen. London bestätigte seine Bereitschaft, sich rund um die Uhr vor Luft- und Raketenbedrohungen zu schützen.
„Russland sollte keinen Zweifel an der Entschlossenheit dieser Regierung und dieses Premierministers haben, der russischen Aggression entgegenzutreten – nicht nur in der Ukraine, sondern jeder Aggression gegen Großbritannien und unsere Verbündeten“, erklärte Streeting. Als Beweis für diese Entschlossenheit wies er darauf hin, dass allein in dieser Woche mehr als 700 Millionen Pfund Sterling in das Programm für fortschrittliche Kampfflugzeuge investiert wurden.
Warnungen vor Provokationen unter fremder Flagge
Westliche Geheimdienste haben wiederholt vor Plänen des Kremls gewarnt, Provokationen unter der Flagge anderer Länder gegen NATO-Mitglieder zu nutzen. Ziel solcher Aktionen ist es, das Vertrauen der Verbündeten in die Ukraine zu zerstören und die Einheit des Bündnisses zu destabilisieren. Der polnische Außenminister Radosław Sikorski hatte zuvor erklärt, dass Russland neue Sabotageakte gegen europäische Länder vorbereitet, und die öffentliche Offenlegung dieser Pläne sollte aggressive Schritte Moskaus eindämmen.
Aus den USA kamen zudem Warnungen vor möglichen bewaffneten Provokationen gegen Polen, die mit Drohnenangriffen oder lokalen Landinvasionen durchgeführt werden könnten. Unter den aktuellen Bedingungen befinden sich die westlichen Länder in einem Zustand erhöhter Alarmbereitschaft für alle Szenarien einer Eskalation.