In der Nacht zum 16. Juli wurde die ukrainische Hauptstadt einem massiven Angriff ausgesetzt. Laut der Militärischen Stadtverwaltung von Kiew starb eine Person infolge der Treffer, fünf weitere wurden unterschiedlich schwer verletzt. Die Lage bleibt angespannt: Rettungskräfte und medizinisches Personal arbeiten weiterhin an der Beseitigung der Folgen der Angriffe in mehreren Stadtteilen.
Chronik der Zerstörungen: Von Bränden bis zu beschädigten Gebäuden
Bis 3:30 Uhr morgens lagen Informationen über die Folgen aus fünf administrativen Bezirken von Kiew vor. Die Treffer trafen sowohl Wohnviertel als auch kommerzielle und administrative Objekte.
Im Dniprowskyj-Bezirk wurde Rauchentwicklung in der Nähe eines großen Einkaufszentrums registriert. Zudem kam es infolge von herabfallenden Trümmerteilen zu einem Brand in einem Wohnheim. Im Dessnjanskyj-Bezirk traf ein Treffer ein unbebautes Gebiet, wo ebenfalls Brände ausbrachen, die geparkte Fahrzeuge erfassten.
Besondere Aufmerksamkeit der Rettungskräfte erforderte der Solomenskyj-Bezirk. Dort führte ein Treffer zu einem Brand in einem Supermarkt und einem benachbarten Wohnhaus. An einem anderen Ort in diesem Bezirk beschädigten Trümmerteile die Fenster eines Wohnhauses, wodurch die Rettungskräfte eine Person aus dem zweiten Stock evakuieren mussten.
Auch im Schewtschenkowskyj-Bezirk ist die Lage kritisch. Durch herabfallende Trümmerteile fing ein dreistöckiger Anbau an einem Verwaltungsgebäude Feuer. Es wird von Schäden an mehr als zehn Fahrzeugen berichtet. Im benachbarten Haus wurden Fenster eingeschlagen, und auf dem Gelände unbebauter Flächen brach ebenfalls ein Feuer aus.
Im Swiatoschynskyj-Bezirk gab es Berichte über einen Treffer in einem privaten Wohnhaus, jedoch bestätigte sich die Information über einen nachfolgenden Brand nicht.
Reaktion der Luftabwehr und Ausmaß der Bedrohung
Das ukrainische Luftabwehrsystem arbeitete in dieser Nacht nicht mit voller Effizienz. Zwar gelang es, einen Teil der ballistischen Raketen und unbemannten Fluggeräte abzuschießen, doch nicht alle Ziele konnten abgefangen werden. Russland griff Kiew mit ballistischen Raketen an, was eine Serie starker Explosionen auslöste und starke Brände in der gesamten Stadt provozierte.
Dies ist kein Einzelfall: In derselben Nacht wurden in mehreren Stadtteilen von Kiew bereits Treffer in Wohnhäusern und Brände in Einkaufszentren registriert. Ärzte und Feuerwehrleute arbeiten weiterhin vor Ort, um den Schaden zu bewerten und den Verletzten Hilfe zu leisten.