In der Nacht vom 8. September 2026 führte Russland einen massiven Angriff auf die ukrainische Hauptstadt durch. Laut Angaben des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko kamen im Solomenskyj-Bezirk zwei Menschen durch einen Treffer in ein Lagergebäude ums Leben. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Berufung auf eine offizielle Erklärung des Stadtoberhaupts. Klitschko präzisierte zudem, dass die Gesamtzahl der Todesopfer in Kiew am 8. September auf fünf Personen stieg. Am Unfallort arbeiten die Notdienste: Auf den Aufnahmen vom Einsatzort sind Feuerwehrleute in Schutzausrüstung zu sehen, die vor dem Hintergrund dichten Rauchs Feuerwehrschläuche ausrollen.

Wiederholte Treffer und Ausbreitung des Feuers

Im Holosijskyj-Bezirk von Kiew wurde ein erneuter Treffer in ein weiteres Lagergebäude registriert. Laut Klitschko breitet sich der Brand auf ein benachbartes dreistöckiges Gebäude aus. Ein Medizinteam wurde auch in den Darnykyj-Bezirk der Hauptstadt nach einem Notruf entsandt. Damit trafen die Angriffe mehrere Verwaltungsbezirke der Stadt, was auf einen koordinierten Charakter des Angriffs hindeutet.

Explosion im Gebäude des Fernsehsenders „My – Ukraina“

Durch den Beschuss traf ein russisches Drohnenflugzeug das Gebäude des Fernsehsenders „My – Ukraina“, in dem zum Zeitpunkt des Angriffs der Telethron „Einheitsnachrichten“ übertragen wurde. Zunächst wurde über fünf Verletzte berichtet, anschließend wurde die Zahl nach oben korrigiert. Genauere Angaben zum Zustand der Verletzten wurden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht gemacht.

Umfang der Zerstörungen und rechtliche Folgen

Laut vorläufigen Angaben wurden durch den Nachtangriff auf Kiew mindestens 14 mehrstöckige Wohngebäude sowie eine Schule, eine Poliklinik, ein Supermarkt und eine Tankstelle beschädigt. Die Kiewer Stadtstaatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren wegen eines Kriegsverbrechens eingeleitet. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass die russischen Besatzer während des Nachtangriffs absichtlich versuchten, den größtmöglichen Schaden an der Zivilbevölkerung der Hauptstadt anzurichten. Die Kiewer Polizei veröffentlichte Aufnahmen der ersten Minuten nach dem russischen Raketenangriff auf Kiew.

Widersprüchliche Angaben

Bei der Faktenprüfung wurde eine Abweichung in der Datierung einiger Quellen festgestellt. Der Beitrag der Zeitung „Gasetta.ru“ (source_id 3) mit der Überschrift „Raketen erneut nicht abgeschossen: Russland führt koordinierten Angriff auf Kiew und Saporischschja“ ist mit dem 11. August 2026 datiert und bezieht sich laut URL auf einen anderen Angriffsvorfall, nicht auf die Ereignisse vom 8. September. Das bedeutet, dass diese Quelle nicht als direkte Bestätigung des heutigen Angriffs betrachtet werden kann und nur als kontextuelles Material über die Angriffsserie dient. Darüber hinaus wurde die Zahl der Verletzten im Gebäude des Fernsehsenders „My – Ukraina“ in den ersten Meldungen mit fünf angegeben und anschließend korrigiert – die genaue Endzahl wurde zum Zeitpunkt der Erstellung des Materials in keiner der überprüften Quellen festgehalten.

Reaktion der Behörden und aktuelle Lage

An allen Unfallorten arbeiten weiterhin Feuerwehr, Rettungskräfte und Medizinteams. Laut RBC-Ukraine zeigten die Kiewer Polizisten die ersten Minuten nach dem Raketenangriff und dokumentierten die Arbeit der Notdienste in der rauchgefüllten Umgebung. Die vollständige Bewertung des materiellen Schadens an allen beschädigten Objekten – von den Wohnhochhäusern bis zur sozialen Infrastruktur – war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht abgeschlossen. Die Kiewer Stadtstaatsanwaltschaft sammelt die Beweislage für das Strafverfahren, das wegen eines Kriegsverbrechens eingeleitet wurde.