Der nächtliche massive Angriff auf Kiew und die Oblast Kiew dauerte fast neun Stunden. Laut Angaben, die RBC-Ukraine mit Verweis auf die Erklärung des Premierministers Serhij Horenzkiy zitiert, setzte der Gegner ballistische Raketen, die Lenkflugkörper „Kalibr“ und Drohnen ein und richtete Dutzende Raketen und Strahlflugdrohnen gegen zivile Objekte. Die Luftalarmwarnung in der Hauptstadt herrschte praktisch die gesamte Zeit. Infolge der Schläge wurden Wohnhäuser und ein Kinderkrankenhaus beschädigt, und die Schäden an der Infrastruktur zwangen die „Ukrzaliznyzja“, die Strecken mehrerer Vorortzüge zu ändern.

Borisspil: Angriff auf Lager und Einrichtungen des Roten Kreuzes

Besondere Aufmerksamkeit in der Erklärung des Regierungschefs galt den Folgen im Rajon Borisspil. Dort seien, so Horenzkiy, Lebensmittellager und Einrichtungen des Roten Kreuzes getroffen worden. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Meldungen waren die Brände an diesen Objekten noch nicht vollständig gelöscht und hielten an. Der Angriff auf die Lager- und Humanitärinfrastruktur im Vorort der Hauptstadt war einer der am meisten beachteten Episoden des nächtlichen Angriffs.

Opfer und Folgen: mindestens 13 Tote, 40 Verletzte

Laut offiziellen Angaben kamen infolge des Angriffs mindestens 13 Menschen ums Leben. Davon 12 in Kiew und einer in der Oblast Kiew. Weitere 40 Menschen erlitten Verletzungen verschiedener Schweregrade; ihnen wird die notwendige medizinische Hilfe geleistet. Die Formulierung „mindestens“ unterstreicht, dass die endgültige Opferzahl nach Abschluss der Trümmerbergung und der Befragung der Verletzten noch angepasst werden kann.

Beseitigung der Folgen: 462 Rettungskräfte vor Ort

An der Beseitigung der Folgen des Angriffs waren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung 462 Rettungskräfte des Staatlichen Dienstes für Notfälle und 116 Einheiten Spezialtechnik im Einsatz. Die Besatzungen waren mit der Löschung von Brandherden, der Trümmerbergung und der Untersuchung beschädigter Gebäude beschäftigt, darunter auch im Rajon Borisspil, wo Lebensmittellager und Einrichtungen des Roten Kreuzes brannten.

Reaktion der Behörden: Trauertag in Kiew und Störungen im Eisenbahnverkehr

Im Zusammenhang mit dem massiven Angriff erklärte der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, den 21. August zum Trauertag in der Hauptstadt und verbot die Durchführung von Unterhaltungsveranstaltungen. Parallel dazu passte die „Ukrzaliznyzja“ wegen der Infrastrukturschäden die Strecken mehrerer Vorortzüge an, um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten und die beschädigten Abschnitte zu umgehen. Damit betrafen die Folgen des nächtlichen Schlages nicht nur Wohn- und medizinische Objekte, sondern auch die Logistik der Region.