In der Nacht vom 9. September 2026 flog Russland einen massiven kombinierten Schlag gegen die Ukraine, bei dem laut Angaben der Luftstreitkräfte der Ukraine ballistische Raketen, Raketen vom Typ „Bandjeroli“ und über 190 Drohnen verschiedener Typen eingesetzt wurden. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Berufung auf den Bericht der Luftstreitkräfte. Bis 08:30 Uhr neutralisierte das ukrainische Luftabwehrsystem laut denselben Angaben 165 feindliche Drohnen, wobei der Angriff am Morgen noch nicht abgeschlossen war — im Luftraum des Landes wurden weiterhin Kampfdrohnen registriert.

Umfang und Richtungen des Nachtschlags

Die Starts der Drohnen wurden laut Bericht der Luftstreitkräfte gleichzeitig aus mehreren Regionen registriert: aus den Oblasten Orjol und Kursk Russlands, vom vorübergehend besetzten Gebiet der Oblast Donezk sowie aus Gwardeiskoje in der besetzten Krim. Diese Kombination von Richtungen deutet auf einen Versuch hin, die Luftabwehr gleichzeitig aus verschiedenen Achsen unter Druck zu setzen. Zum Schlag gehörten laut RBC-Ukraine ballistische Raketen und „Bandjeroli“-Raketen neben einer massiven Welle von Drohnen, was für die Taktik eines kombinierten Sättigungsschlags charakteristisch ist.

Arbeit der Luftabwehr: 165 abgeschossene Drohnen bis 08:30

Bis 08:30 Uhr neutralisierten die ukrainischen Luftabwehrkräfte laut Angaben der Luftstreitkräfte 165 feindliche Drohnen von über 190 gestarteten. Das bedeutet, dass ein erheblicher Teil der Drohnenwelle abgefangen wurde, jedoch dauerte der Angriff am Morgen an: Im Luftraum der Ukraine wurden weiterhin feindliche UAVs entdeckt, weshalb die endgültigen Zahlen zu abgeschossenen Zielen und durchgeschlagenen Raketen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht abschließend sind.

Folgen in Kiew und an der Grenze zu Moldau

Zuvor berichtete RBC-Ukraine, dass Russland Schläge gegen sechs Bezirke der Oblast Kiew flog. Am Morgen des 9. September wurde in Kiew ein „Treffer“ in ein 24-stöckiges Wohnhaus registriert; Details zu Verletzten und Art der Schäden wurden zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels noch geklärt. Separat wurde berichtet, dass die russische Armee einen Kontrollpunkt an der Grenze zu Moldau angriff, in dessen Folge es laut vorliegenden Angaben Tote gab — die genaue Zahl der Opfer wurde offiziell nicht bestätigt.

Widersprüchliche Daten

Zwischen den Quellen gibt es Abweichungen hinsichtlich der Zusammensetzung der eingesetzten Waffensysteme und der Dynamik der Zahlen. Im Bericht, auf den sich RBC-Ukraine bezieht, werden unter den Schlagmitteln ballistische Raketen und „Bandjeroli“ genannt, während andere Medien (insbesondere ZN.ua unter Berufung auf eigene Zusammenfassungen) in der Beschreibung der Schläge gegen die Ukraine Marschflugkörper und ballistische Raketen sowie „Zirkon“-Raketen erwähnen. Außerdem wird die Anzahl der neutralisierten Ziele als Zwischenwert angegeben: 165 Drohnen bis 08:30 bei einem anhaltenden Angriff, daher kann sich die endgültige Bilanz „gestartet/abgeschossen“ ändern. Verschiedene Versionen zu Rakettentypen und endgültigen Zahlen erfordern das Abwarten der offiziellen Schließung der Zusammenfassung durch die Luftstreitkräfte.

Kontext: Überlastung der Luftabwehr und westliche Lieferungen

Expertenbewertungen, auf die sich ukrainische Medien beziehen (unter anderem unter Berufung auf die Wall Street Journal), deuten darauf hin, dass Russland massenhaft Strahlflugdrohnen startete, um genau die Flugabwehrsysteme der Ukraine zu überlasten und aufzubrauchen. In diesem Zusammenhang stärken die westlichen Partner weiterhin die Luftabwehr: Laut Berichten liefern Deutschland und Großbritannien der Ukraine Abfangraketen für Patriot-Systeme. Die Summe dieser Faktoren erklärt sowohl die Intensität der Nachtschläge als auch die Setzung Kiews auf den Ausbau der Abfangmittel.