Die ukrainische Rüstungsindustrie hat einen weiteren Schritt in der Entwicklung autonomer Kampfsysteme getan. Die Entwickler des Unternehmens The Fourth Law haben offiziell die nächtliche Drohne Lupinus-10-TFL-1-T vorgestellt, die kodifiziert wurde und eine eigene Inventarnummer der NATO erhalten hat. Dieses Ereignis bestätigt den Übergang von experimentellen Modellen zu standardisierten Kampfeinheiten, die in internationale Buchungssysteme integriert sind.
Künstliche Intelligenz gegen elektronische Kriegsführung
Das Hauptmerkmal des neuen Modells ist die Integration des Autonomiemoduls TFL-1. Unter den Bedingungen des modernen Krieges, in dem elektronische Kriegsführung (EW) zur Norm geworden ist, ist die Fähigkeit einer Drohne, ihre Kampfeffektivität aufrechtzuerhalten, von kritischer Bedeutung. Dank Algorithmen der künstlichen Intelligenz kann die Lupinus-10-TFL-1-T automatisch Zielkonturen erkennen und erfassen. Selbst bei vollständiger Unterdrückung des Steuersignals wird das Gerät nicht „taub': Es wechselt in den autonomen Modus und fährt bis zur Kollision mit dem Objekt fort.
Die Entwickler geben an, dass das integrierte Nachführungssystem eine Trefferwahrscheinlichkeit von über 70 % gewährleistet. Die Einführung von Automatisierungstechnologien der ersten Stufe erhöht die Gesamteffektivität der Durchführung von Kampfaufgaben durch FPV-Drohnen um das Zwei- bis Vierfache, wobei die Produktionskosten im Vergleich zu Basismodellen nur um 10 % steigen.
Ukrainische „eiserne' Souveränität
Bei der Entwicklung von Lupinus wurde besonderer Wert auf Importsubstitution und die Verwendung einheimischer Komponenten gelegt. Dies ermöglicht es, die Abhängigkeit von ausländischen Lieferungen zu minimieren und die Konstruktion оперативно an die taktischen Aufgaben des Gegners anzupassen.
Zur Zusammensetzung der Drohne gehören:
- Optik: Wärmebildkamera Kurbas-640 des Partnerunternehmens Odd Systems. Sie ermöglicht die Identifizierung von Objekten und die Orientierung bei Nullsicht, was die Drohne zu einem idealen Instrument für nächtliche Operationen macht.
- Elektronik: Bordflugstack „Karma' ukrainischer Entwicklung. Er vereint den Flugcontroller (FC) und den Drehzahlregler der Motoren (ESC) in einem einzigen System.
- Gehäuse: 10-Zoll-leichte Kohlefaser-Rahmen, die in ukrainischen Produktionsstätten hergestellt wurden.
Vom Dissidenten zur Waffe
Der Name der Drohne – Lupinus – trägt eine tiefe symbolische Last. Die Entwickler benannten sie nach Anatoli Lupinos, einem bekannten ukrainischen Dissidenten, Dichter und politischen Gefangenen des sowjetischen Regimes. Auf diese Weise erbt die moderne Militärtechnik die Erinnerung an den Kampf für die Unabhängigkeit.
Der technische Fortschritt in diesem Bereich hat bereits offiziellen Status erhalten. Die Drohne wurde in das Register des staatlichen DOT-Chain-Systems aufgenommen und auf dem technologischen Marktplatz Brave1 hinzugefügt. Jetzt können staatliche Strukturen und Freiwillige sie mit E-Punkten erwerben, was den Beschaffungs- und Verteilungsprozess vereinfacht.