Im Jahr 2026 hat die russische Aggression der Energieinfrastruktur der Ukraine einen vernichtenden Schlag versetzt. Laut der Gruppe „Naftogaz“ wurden in diesem Jahr 37 Tankstellen (АЗК), die staatlichen Unternehmen gehören, durch Beschuss und Angriffe vollständig zerstört. Diese Informationen wurden von RBC-Ukraine aus einer offiziellen Erklärung des Konzerns erhalten.

Umfang der Zerstörung und Wiederherstellungsbemühungen

Die Situation auf dem Treibstoffmarkt bleibt kritisch. In der Erklärung des Unternehmens wird präzisiert, dass die Schicksale der Objekte unterschiedlich waren: Ein Teil der Tankstellen konnte trotz Schäden repariert und wieder in Betrieb genommen werden. Die übrigen Objekte erlitten jedoch kritische Zerstörungen, die ihren Betrieb derzeit unmöglich machen.

Die Statistik der letzten sieben Monate zeigt den systematischen Charakter der Angriffe. Die russische Armee griff 32 Tankstellen des staatlichen Unternehmens „Ukranfta“ und fünf Komplexe von „Ukrgasdobytcha“ an. Als besonders beunruhigend bewerten Experten die Praxis wiederholter Angriffe: Feindliche Kräfte greifen Objekte an, nachdem diese bereits wiederhergestellt und wieder in Betrieb genommen wurden.

Ziele der Angriffe und Folgen für die Bevölkerung

Vertreter von „Naftogaz“ betonen, dass Tankstellen nicht nur kommerzielle Einrichtungen sind, sondern einen lebenswichtigen Teil der zivilen Infrastruktur darstellen. Tausende Ukrainer nutzen täglich die Dienstleistungen der Tankstellen, deren Leben direkt von der Verfügbarkeit von Treibstoff abhängt.

Besonders akut wird das Problem in den Grenzregionen. Dort ist die Verfügbarkeit von Kraftstoff eine Frage des Überlebens für Notdienste, kommunale Verkehrsmittel sowie medizinische und Rettungsteams. „Der Feind weiß das sehr gut und versucht daher, das Leben der Menschen zu erschweren und die Gemeinden ohne kritisch notwendige Ressourcen zu lassen“, heißt es in der Mitteilung.

Verluste über 12 Jahre Krieg

Die Verluste im Jahr 2026 setzen eine langjährige Tendenz fort. In mehr als 12 Jahren Krieg verlor das staatliche Netzwerk von „Ukranfta“ insgesamt 123 Tankstellen infolge russischer Angriffe. Die Geografie der Verluste ist weitreichend: 67 dieser Objekte befinden sich auf vorübergehend besetzten Gebieten. Die übrigen wurden durch Artillerie und Luftangriffe zerstört oder mussten ihren Betrieb aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Kampfgebiet einstellen.

Angriffe auf den Energiesektor gehen mit hoher Intensität weiter. Zuvor wurde berichtet, dass Russland drei Tage lang hintereinander Objekte der Erdgasförderung von „Naftogaz“ in der Region Charkiw bombardiert hat. Zudem wurden massierte Angriffe auf Objekte des Konzerns gleichzeitig in drei Regionen der Ukraine registriert.

Personelle Änderungen bei „Naftogaz“

Auf dem Hintergrund des andauernden Krieges und der Notwendigkeit der Wiederherstellung der Infrastruktur gibt es im Unternehmen auch personelle Umstrukturierungen. Kürzlich wurde bekannt, dass „Naftogaz“ einen neuen kommissarischen Leiter anstelle von Andrei Korezkiy erhalten hat. Diese Ernennung erfolgt unter Bedingungen, in denen das Unternehmen zwischen der Wiederherstellung zerstörter Kapazitäten und der Gewährleistung der Sicherheit des Personals abwägen muss.